Löcher in Etat und Straßen

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Halver - Der desolate Zustand zahlreicher Straßen in Halver ist am Dienstag Thema im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen. Der Fachbereich Bauen und Wohnen hat für die Politik eine Liste von Straßen erarbeitet, deren Instandsetzung im Haushaltsjahr 2016 durchgeführt werden sollte.

Dafür nötig wäre ein Gesamtbetrag von rund 892 000 Euro. Zur Verfügung steht etwa ein Fünftel, konkret 175 000 Euro. Im Ergebnis wird es bei den Unterhaltungsmaßnahmen im konsumtiven Bereich, der den städtischen Haushalt direkt und allein belastet, bei abschnittsweisen Reparaturen an der Schulstraße, Südstraße, Löhbacher Straße und am Bächterhof bleiben.

600 Meter statt 3,4 Kilometer?

Geld in 2016 ist vorhanden für rund 600 Meter Fahrbahndeckensanierung. Handlungsbedarf sehen die Fachleute in der Verwaltung für etwa 3,4 Kilometer Straße mit „flächen- und linienhaften Schäden“, wie die Experten es ausdrücken. Im Klartext: Spurrillen, zerbröselnder Asphalt, komplett abgängige Fahrbahnen und Randanlagen auf fast 20 000 Quadratmetern. Dabei geht es allein um die Fahrbahndecke. Nebenflächen wie Gehwege tauchen in den Kostenschätzungen nicht einmal auf.

Nicht genannt sind in der Prioritätenliste Bereiche künftiger KAG-Maßnahmen, bei denen nach Kommunalabgabengesetz auch die Anwohner für die Herstellung herangezogen werden. Das soll ab dem kommenden Jahr geschehen an der Thomasstraße und Hagedornstraße, am Oesterberg, Am Nocken und Weißenpferd. Bis zum Jahr 2021 sind für diese Maßnahmen 6,9 Millionen Euro als Gesamtkosten veranschlagt.

CDU und FDP fragen nach Außenbereichen

Thema am Dienstag wird allerdings auch eine kritische Nachfrage in einem gemeinsamen Antrag von FDP und CDU sein. Beide Fraktionen drängen auf eine Überarbeitung der Prioritätenliste und Offenlegung der Kriterien. Sie bemängeln, dass in den Außenbereichen der Stadt offenbar überhaupt keine Unterhaltungsmaßnahmen vorgesehen seien. Bei der Betrachtung der Halveraner Infrastruktur sei es aber notwendig, sämtliche Straßen des Stadtgebiets zu erfassen und zu bewerten, „um die gesamte Bevölkerung an der Qualitätssteigerung der Infrastruktur teilhaben zu lassen“, schreiben die Fraktionsvorsitzenden Martina Hesse für die CDU und Andreas Gerrath für die FDP.

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