Weiter warten auf Windkraft

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Die Anträge auf Windkraft in Halver hängen weiter in der Warteschleife.

Halver - Das Thema Windkraft in Halver hängt weiter in der Warteschleife. Beim Märkischen Kreis als Genehmigungsbehörde läuft das Antragsverfahren für ein Windrad in Schöneberge. Für die Anlage in Engstfeld seien inzwischen zumindest die Unterlagen vollständig. Erwarteter Zeitraum bis zur Entscheidung: drei Monate.

Investor für beide Anlagen ist wie berichtet die SL Naturenergie aus Gladbeck. Unterschied bei den Vorhaben ist allerdings, dass das Windrad in Engstfeld in der einzigen Vorrangzone liegt, die die Stadt Halver bislang für derartige Anlagen ausgewiesen hat. Anders die Situation in Schöneberge: Der Antrag des potenziellen Betreibers richtet sich auf ein privilegiertes Bauvorhaben. Die Stadt Halver selbst würde ihr Einvernehmen in diesem Fall verweigern, so die Ankündigung, weil es schließlich in Engstfeld bereits eine Vorrangzone gebe. 

Absehbar ist mit diesem Sachstand, dass die auch politisch brisante Debatte um Windkraft in Halver nicht mehr vor der Bundestagswahl im September aufleben dürfte. Beschlusslage in Halver ist unverändert, keine Entscheidungen zu fällen ohne das Ergebnis beim Märkischen Kreis in Sachen Engstfeld zu kennen. Von der Begründung im Kreishaus erwartet die Verwaltung Anhaltspunkte für ein künftiges rechtssicheres Verfahren. Und in der Verwaltung wie in der Politik sind bereits Stimmen laut geworden, sich wie andere Kommunen in der Umgebung von Vorrangzonen zu verabschieden und allein auf die privilegierten Bauvorhaben zu setzen, bei denen entsprechende Anträge von Investoren im Einzelfall geprüft werden. 

Windkraft zuletzt im Juli politisches Thema

Thema für die Politik war die Windkraft letzmalig in der Ratssitzung im Juli. Aus den Reihen der Kritiker mahnte der Halveraner Axel Nordmeier an, die Öffentlichkeit bei den Vorhaben einzubeziehen und auch seitens der Verwaltung eine klare Position zu beziehen. Eine eindeutige Antwort der Stadt dazu stehe allerdings unverändert aus, kritisiert Nordmeier gegenüber dem Allgemeinen Anzeiger: „Wir warten ab, wie es in Engstfeld läuft, ist keine Position“, ärgert sich Nordmeier über die karge Auskunft.

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