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Halver: Fast 300 Menschen bei Mahnwache gegen den Krieg in der Ukraine

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Von: Florian Hesse

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Vereint im stillen Protest gegen den Krieg. Der Alte Markt in Halver am Mittwochabend.
Vereint im stillen Protest gegen den Krieg. Der Alte Markt in Halver am Mittwochabend. © Florian Hesse

Zu einer bewegenden Gedenkstunde haben sich am Mittwochabend annähernd 300 Menschen auf dem Alten Markt in Halver versammelt. Im stillen Protest und gemeinsamen Gebet forderten sie ein Ende der kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine.

Halver - Aufgerufen zur Veranstaltung hatten gemeinsam alle politischen Kräfte in der Stadt Halver. Vertreten waren aber auch die Kirchengemeinden und die Flüchtlingshilfe. Schüler waren gekommen und alte Menschen, die früheren Stadtoberhäupter Hans Jürgen Kammenhuber und Rainer Filling wie auch der Landtagsabgeordnete Gordan Dudas.

Bürgermeister Michael Brosch mit Martin Kastner, der im Namen der politischen Kräfte Halvers zur Mahnwache aufgerufen hatte.
Bürgermeister Michael Brosch mit Martin Kastner, der im Namen der politischen Kräfte Halvers zur Mahnwache aufgerufen hatte. © Florian Hesse

Gerade einmal eine Dreiviertelstunde währte die Mahnwache in einer eindrucksvollen Atmosphäre in der Zeit kurz nach dem Sonnenuntergang. Wer mochte, durfte sich vereint fühlen im gemeinsamen Gebet mit Thorsten Begerau und Hans-Peter Helm von den freien evangelischen Gemeinden Halver und Bever.

Schulter an Schulter mit der Fahne der Europäischen Union und des überfallenen Landes.
Schulter an Schulter mit der Fahne der Europäischen Union und des überfallenen Landes. © Florian Hesse

Zuvor hatte Pfarrer Christoph Dickel von der Evangelischen Kirchengemeinde Halver klare Sätze in seiner Ansprache benutzt: „ Wir wissen als glaubende Menschen auch, dass es in dieser Welt wirklich Böses gibt und dass wir Menschen zu schrecklichen Untaten fähig sind. Dieses Böse, die Aggression und Unterdrückung müssen wir offen benennen.“

Auf bis zu 300 Menschen schätzen Polizei und Beobachter die Zahl der Teilnehmer.
Auf bis zu 300 Menschen schätzen Polizei und Beobachter die Zahl der Teilnehmer. © Florian Hesse

Mit Plakaten, mit den blau-gelben Farben und Fahnen der Ukraine waren die Bürger auf den Platz gekommen. In blauem und gelben Licht standen auch die Redner - als Veranstalter zur Begrüßung Martin Kastner, im Anschluss Bürgermeister Michael Brosch und neben Dickel auch Kristian Hamm und Matthias Clever, stellvertretend für Menschen, die sich in Halver der Hilfe für die betroffenen Menschen engagieren.

Auch über die Corona-Auflagen brauchte nicht diskutiert zu werden. Das Masketragen war selbstverständlich.
Auch über die Corona-Auflagen brauchte nicht diskutiert zu werden. Das Masketragen war selbstverständlich. © Florian Hesse

Die Sammlung von Hilfsgütern, aber auch von Spenden, läuft am Donnerstag, 3. März, zwar erst in vollem Umfang an. Trotzdem: Innerhalb kürzester Zeit hat sich die Bürgerschaft in einem enormen Ausmaß eingebracht, wie Hamm unter Applaus bilanzieren konnte: „Alle Telefone stehen nicht still.“

Es wird noch gesammelt für die Ukraine-Hilfe: Kristian Hamm und Matthias Clever.
Es wird noch gesammelt für die Ukraine-Hilfe: Kristian Hamm und Matthias Clever. © Florian Hesse

Dass auch die Stadt Halver sich vorbereitet und Menschen in Not beistehen wird, formulierte deutlich Bürgermeister Brosch. Sein Dank galt den Organisatoren der Veranstaltung, aber auch den Menschen in Halver. „Ich möchte ich mich für die Angebote bedanken, die mich zahlreich über verschiedene Kanäle erreichen. Wohnungen für Flüchtlinge werden uns angeboten, weil Bürger dieser Stadt mit ihren Möglichkeiten helfen möchten, weil sie die Not der Menschen erkennen, wenn diese die Ukraine verlassen konnten und mit den wenigen Habseligkeiten, die sie retten konnten, in einem fremden Land angekommen sind und Schutz suchen.“

  

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