Die Zielvorgaben können dennoch eingehalten werden

Verzögerungen beim Straßenbau - Projekte gehen im Sommer weiter

+
Auch in den Corona-Monaten laufen die Straßenbauarbeiten.

Halver – „Das muss ich einräumen“, sagt Michael Schmidt, Leiter des Fachbereichs Bauen und Wohnen. „Im Hinblick auf die Straßensanierung sind wir nicht ganz so viel auf den Straßen unterwegs, wie wir uns das Ende letzten Jahres vorgestellt haben“, sagt Schmidt.

Er antwortet damit auf eine Anfrage, die die UWG-Fraktion am Montag im Hauptausschuss gestellt hat. Das habe unter anderem damit zu tun, dass es von Partnern, mit denen die Stadt Halver zusammenarbeitet aufgrund der aktuellen Corona-Lage nicht das gewohnte Feedback gäbe. Aber auch damit, dass man mit internen Probleme umgehen müsse, sagt Schmidt und bezieht sich auf die Arbeit des Bauamtes im Homeoffice, die rund die Hälfte der Mitarbeiter nutzt. „Die kann nicht so effektiv sein wie die Normalsituation, wenn alle Kollegen gemeinsam in einem Büro sitzen und sich gegenseitig unterstützen können.“ 

Zielvorgaben werden eingehalten

Gleichwohl werden die Zielvorgaben, die es für dieses Jahr gab, eingehalten. Im kommenden Ausschuss für öffentliche Einrichtungen am 3. Juni werden die nächsten Baubeschlüsse gefasst. Dann würde Ende Juli/Anfang August mit einigen Bauprojekten weitergemacht. 

Dabei geht es um die Projekte: 

- Krausebuche 

- Ringstraße und Ohler Weg

- Fußweg Schleihenweg

- Querungshilfe im Bereich Heerstraße 

Noch im Raum stehen die Anträge für die Wirtschaftsraumförderung. Sie werden kommende Woche gestellt. „Zusammenfassend kann man sagen, es stimmt, wir sind spät dran.“ Das sei der Allgemeinsituation geschuldet. „Wir sind aber optimistisch und guten Mutes, dass wir das, was wir uns vorgenommen haben auch entsprechend in die Tat umsetzen werden.“ 

Eine Nachfrage zum Oesterberg kam von Werner Lemmert (UWG). Der Stand dort sei, dass bisher nicht ganz 50 Prozent umgesetzt wurden. Schmidt verwies aber auf die verbindliche Terminzusage des Telekommunikationsunternehmens, bis Ende des Jahres mit den Arbeiten fertig zu sein. 

Bei Straßenbau auch immer von Dritten abhängig

Bürgermeister Michael Brosch erwähnte im Blick auf Straßenarbeiten auch die Abhängigkeit von Dritten – wie den Landesbetrieb Straßen.NRW, wenn die Stadt für Straßen nicht selbst zuständig ist. So wurden die Arbeiten an der Karlshöhe nicht wie zuvor angekündigt in den Osterferien begonnen – eben an der Stelle, an der vor zwei Jahren eine Verkehrsteilnehmerin bei einem Unfall ums Leben gekommen war. Bei den Arbeiten handelt es sich um Markierungen, die ausgebessert werden sollen sowie um Tempo-50-Schilder in Richtung Schwenke. Spätestens aber soll es mit den ebenfalls an der Karlshöhe geplanten Fahrbahndeckenarbeiten verknüpft werden. „Es ist ja fast lächerlich“, hieß es von Martina Hesse (CDU) dazu, dass man bereits seit mehreren Monaten auf eine Umsetzung wartet, die die Schulwegsicherung betrifft. Im Herbst 2018 wollte sich die Stadt mit einem Hinweis an den Landesbetrieb wenden. Seitdem ist nichts passiert. „Ich finde das nicht in Ordnung“, sagt Hesse und appellierte nochmals, sich zu kümmern. 

Auch die Kreisstraße 3 war Thema im Rahmen des Berichts der Bautätigkeit im Hauptausschuss. Am Montag habe Michael Brosch mit Landrat Thomas Gemke gesprochen und die Rückmeldung erhalten, dass es möglich sei, die Geschwindigkeit von 100 km/h auf 70 km/h zu beschränken. „Die Aussage vom Märkischen Kreis sollte uns wenigstens etwas hoffnungsvoll stimmen.“ Werner Lemmert (UWG) sagte, man könne das Problem nicht lösen, aber man müsse es. „Und ich möchte alle dazu aufrufen, immer verstärkt Druck auszuüben.“ Enttäuscht vom Kreis ist auch die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare