Es ist gelb und sieht harmlos aus, aber...

Dieses Kraut ist gefährlich - Tiere können daran sterben

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Viele helfende Hände sind gefragt bei der Entfernung des Jakobs-Greiskrauts.

Halver – Es ist gelb und sieht harmlos aus, doch es breitet sich gerne auf der Weide aus und ist für Rinder giftig, weil es leberschädigend ist. Auch kleine Dosen schädigen die Leber dauerhaft, sodass eine schleichende Vergiftung über Jahre möglich ist.

Damit solche verheerenden Folgen nicht eintreten, trafen sich Biolandwirt Henning Wolf, Anja Büren, die Projektleiterin vom Naturerlebnis Oben an der Volme, sowie zehn freiwillige Helfer auf einer von Wolfs Weideflächen nahe dem Vömmelbach, um das Jakobs-Greiskraut dem Erdboden gleichzumachen. Da das Kraut auch bei Menschen zu Leberschädigungen führen kann, war und ist Vorsicht geboten. Das Kraut darf nur mithilfe von Handschuhen entfernt werden. 

Kraut auch für Menschen gefährlich

„Es breitet sich immer sehr schnell aus, sodass man es durchgehend ein bis zwei Jahre bekämpfen muss“, weiß Büren aus Erfahrung. Vor ungefähr zehn Jahren ist das Kraut eingewandert und breitet sich seitdem nicht nur auf den Weiden aus. Die Ansprüche an den Boden sind vom Kraut nicht besonders groß. Es gedeiht am besten auf mäßig frischen oder wechselfrischen, mehr oder weniger nährstoff- und basenreichen, humosen Lehm- und Sandböden. 

„Früher hatten wir damit keinerlei Probleme. Wenn wir es stehen ließen, hätten wir es auf der ganzen Weide, deswegen bin ich sehr froh über die Hilfe. Mit vereinten Kräften geht es deutlich besser“, freut sich Wolf über die freiwilligen Helfer, die das Kraut händisch rausreißen müssen, da auf den Bioflächen nicht gespritzt werden darf und soll. Auch wenn das Wetter an diesem Tag nicht mitspielte, wurde viel von dem gelben Kraut entfernt und in die blauen Müllsäcke geschmissen.

Info: Das Jakobs-Greiskraut

Aussehen: Das Jakobs-Greiskraut ist eine meist zweijährige (manchmal auch länger) Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 100 Zentimetern. 

Giftigkeit: Bei Pferden, aber auch bei Rindern kann das Kraut zu ernsthaften Erkrankungen und bis zum Tod führen. Als tödliche Dosis für Pferde werden dabei 40 bis 80 Gramm Frischpflanze pro Kilogramm Körpergewicht genannt, bei Rindern 140 Gramm. Schafe und Ziegen sind weniger empfindlich, bei Aufnahme größerer Mengen treten auch da Todesfälle.

Im Volmetal kämpft man auch gegen den Riesenbärenklau.

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