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Ein Lastenrad für Halver: Bürger setzt Idee um

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Von: Monika Salzmann

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Halver: Einkaufen oder Ausflüge mit dem elektrischen Lastenrad. Kann das funktionieren?
Martin Donat aus Oberbrügge (Mitte) stellte beim Radlertreff des ADFC sein Lastenrad für Halver und die dahinter stehende Idee vor.  © Salzmann, Jakob

Einkaufen oder Ausflüge mit dem elektrischen Lastenrad. Kann das funktionieren?

Halver - Er besitzt kein Auto und bezeichnet sich selbst als „kleinen Fahrrad-Nerd“: Mit seinem Lastenrad für Halver und der dahinterstehenden Idee war Martin Donat aus Oberbrügge am Montag beim Radlertreff des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) – Ortsgruppe Halver – zu Gast.

Nach ersten Treffen im Jugendzentrum Aquarium kam die junge, erst vor Kurzem gegründete Ortsgruppe erstmalig im Bürgerzentrum (BZ) zu ihrem monatlichen Treffen zusammen. Künftig soll an jedem zweiten Montag im Monat ab 18.30 Uhr Treffpunkt im BZ sein.

Zentrales Thema beim Treffen am Montag war das Leader-Projekt „Das Lastenrad für Halver“, das Martin Donat den Club-Mitgliedern vorstellte. Seine Idee: Alle Halveraner zu ermutigen, das Auto einmal stehen zu lassen und auf das Lastenrad umzusteigen, um einzukaufen, einen Ausflug zu unternehmen, die Kinder zur Schule zu bringen und vieles mehr.

Am 1. August möchte er sein Projekt starten. Wie der gebürtige Halveraner, der 20 Jahre im Ruhrgebiet gelebt hat und seit einem halben Jahr wieder in Oberbrügge zu Hause ist, ausführte, bringt er die nötige Lastenrad-Erfahrung bereits aus dem Ruhrgebiet mit. „Ich hatte beruflich immer mit dem Fahrrad zu tun“, erläuterte er. Irgendwann habe er angefangen, mit dem Fahrrad ins Büro zu fahren. Es habe ihn genervt, mit dem Auto ständig im Stau zu stehen. Die im Ruhrgebiet gewonnenen positiven Erfahrungen mit dem Lastenrad wolle er nun auf Halver übertragen. „Das Feedback in Wetter war sehr positiv“, erläuterte er.

Das Lastenrad für Halver, das jeder kostenlos buchen könne, sei im Rahmen von Leader zu 80 Prozent gefördert. Träger des Projekts sei der Gundermann-Verein aus Wetter, der sich für nachhaltige Projekte einsetze. Das Rad, ein Bergamont-Rad mit stabiler Holzbox, zwei Kindersitzen mit Drei-Punkt-Gurten für Kinder bis fünf/sechs Jahren und – je nach Wetterlage – dazu passendem Regenschutz, hat Martin Donat bereits angeschafft. „Ein Ladegerät gibt’s dazu“, ergänzte er. „Ich rechne mit 80 Kilometer, die das Rad schafft.“ Er lege Wert darauf, dass das Rad nach der Ausleihe geladen zurückkomme.

Was Martin Donat nun sucht, sind Verleihstationen, wo das Rad zeitweilig untergebracht, ausgeliehen und wieder zurückgegeben werden kann. „Das ist Teil der Idee: Das Rad soll mal hier und mal dort stehen“, führte er aus. Daher suche er Leute, die mit dem Thema verbunden sind – wie beim ADFC. Mögliche Verleihstationen wie den Werkhof könne er sich vorstellen. Eine Website (www.lastenrad-halver.de) sei im Aufbau begriffen. Auf ihr wolle er auch Tourentipps geben und das Thema alternative Mobilität bündeln.

Kontakt zum Werkhof herzustellen, stellte Norbert Schrage, der gemeinsam mit Jochen Lehmann Sprecher der ADFC-Ortsgruppe Halver ist, in Aussicht. Interesse, das Rad selbst auszuprobieren, bekundeten die Mitglieder. Fragen aus Clubreihen zielten auf mögliche Einsatz- und Anwendungsbereiche, die Wartung, Hilfe im Pannenfall und dergleichen mehr.

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