Halver

Gemeinde im Wartemodus

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Problem Treppenhaus: Das Gemeindehaus an der Nicolai-Kirche soll barrierefrei werden. Doch Corona bremst die weitere Umsetzung aus.

Halver – Es hat so gut angefangen. Wie es ausgeht, ist jetzt aufgrund der Corona-Krise nicht mehr klar. Das Gemeindehaus der evangelischen Kirche an der Nicolai-Kirche soll umgebaut werden – barrierefrei. 

Toiletten und Küche sind im Gemeindehaus der evangelischen Kirche nur über viele Stufen erreichbar. Die Halveraner Architektin Cathrin Brückmann hat dafür drei Zeichnungen angefertigt.

Ernüchternd waren diese schon vor der Pandemie. Besser werden die Aussichten nicht mehr. In der ersten Zeichnung sind alle Wünsche und Überlegungen der Gemeinde eingeplant. Aber weil die Umsetzung jeden Etat sprengen würde, wurde die Architektin gebeten, noch zwei weitere Planungen anzufertigen. 

Coronavirus im MK: Weniger Einnahmen für die Kirche befürchtet

Gesagt, getan – aber viel günstiger wurde es nicht. Das Presbyterium hat nun die Wahl zwischen dem ersten Vorschlag, der auf rund 1,5 Millionen Euro geschätzt wird und den Vorschlägen zwei und drei. „Unter einer Million geht es nicht“, sagt Heike Esken, Vorsitzende des Presbyteriums. Deshalb: ernüchternd.

„Das sind große Beträge“, sagt Esken. Alle drei Pläne wurden Anfang Februar der Gemeinde vorgestellt. Vor fast zwei Monaten war die Welt noch eine andere. Am besten gefiel der Mehrheit damals der teuerste Vorschlag. Auf die Rückmeldung habe man zwar gewartet, aber aufgrund der Corona-Krise geht die Planung vorerst zur zaghaft weiter. Denn aufgrund der Krise sei damit zu rechen, dass es auch weniger Kirchensteuereinnahmen geben wird. Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit spielen dabei die tragende Rolle, so traurig das auch ist, bedauert Heike Esken. Zudem wurde das Presbyterium neu konstituiert.

Neues Presbyterium hat sich gebildet

Das neu gebildete Presbyterium müsse nun auch mit neuen Rahmenbedingungen Entscheidungen treffen. Alleine durch Kirchensteuern kann das Gemeindezentrum nicht umgebaut werden, so viel sei klar. „Durch die Steuern kann gerade der Betrieb getragen werden.“ Spenden werden nötig sein. Aber bei dieser hohen Summe? Eine Herausforderung. Auch Spenden werde es nicht viele geben, vermutet Esken. „Grundsätzlich muss es passieren“, sagt Esken und beruft sich auf die große Mehrheit, die dem zustimmt. Wie, ist noch nicht ganz klar.

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