Keine Kombination ist zu ausgefallen

Der Künstler Christophe Didillon stellt einige seiner bunten Fotocollagen im Friseursalon Tanke aus.

Halver - Die Freiheitsstatue wacht vor wild coloriertem Bremer Kopfsteinpflaster. Auf einem anderen Werk schimmern nasse lange Haare in allen Farben – die Hand eines Friseurs ist am oberen Bildrand zu sehen. Dem Künstler Christophe Didillon ist keine Kombination von Elementen, Farben und Formen zu ausgefallen.

22 seiner Fotocollagen stellt der Ostfriese seit gestern im Friseursalon Tanke von Martina Asbeck aus. „Haare und Kunst“ – das ist eine Kombination, die nicht nur Asbeck, sondern auch dem Künstler gefällt.

Seit 2013 befasst er sich mit dem Anblick des nassglänzenden Kopfschmucks, erklärte er gestern. In Friseursalons beispielsweise fotografierte er die Haarprachten von Models und gestaltete die entstandenen Bilder mit verschiedenen Bildbearbeitungsprogrammen am Computer frei nach Laune und Gefühl – „bis eben ein stimmiger Gesamteindruck entstanden ist“, wie er sagte. Bei einer einfachen Suchanfrage im Internet mit den Schlagwörtern „Kunst“ und „Haare“ sei bei der Suche nach Ausstellungsmöglichkeiten der Friseursalon Tanke ganz weit oben unter den Ergebnissen gewesen, berichtete Didillon. Nach wenigen Telefonaten im Herbst vergangenen Jahres war klar: Eine Ausstellung in der Tanke ist für beide Seiten ein Gewinn. Und so gelangte der Künstler aus der ostfriesischen Stadt Norden schließlich nach Halver.

Im Gepäck hatte er aber nur, was per Koffer in öffentlichen Verkehrsmitteln transportiert werden kann, denn ein Auto hat er nicht. 22 Drucke auf Aluplatten sind es, die jetzt bunt leuchtend im Eingangsbereich des Friseursalons sowie an den freien Wänden im Geschäftsraum hängen. „Für drei Monate bleiben die Bilder hier“, sagte Martina Asbeck.

Nicht immer müssen es Haare sein: Der Eiffelturm, die Towerbridge, eine Mühle in Greetsiel, Naturmotive und Fischkutter sind genauso zentrale Elemente der Ausstellung wie ein Faible des Künstlers für Auto-Nummernschilder.

Eine Mappe mit Informationen zu Didillons Lebenslauf liegt aus. Daraus erfährt der Besucher auch, dass der Sinologie, Recht und Geschichte in Marburg studiert hat, schon im Kindesalter fotografierte und bereits diverse andere Kunstprojekte inklusive Ausstellungen umgesetzt hat: Modellbauten von der Berliner Mauer etwa oder Acryl-Malereien auf Leinwand.

Informationen sind auf der Internetseite www.walley-berlin.de zu finden. Kontakt zum Künstler vermittelt Martina Asbeck auf Anfrage. - kk

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