Politik äußert sich

Mehr Klimaschutz, weniger Kosten - das ist der Plan

+

Halver - Die Stadt Halver will gemeinsam mit einer Vielzahl von Städten im Märkischen Kreis und unter Regie der Enervie-Gruppe am Klimaschutz auf kommunaler Ebene arbeiten.

„KERN“ ist die Abkürzung für ein kommunales Energie- und Ressourceneffizienz-Netzwerk. Unter dem leicht sperrigen Begriff verbirgt sich die Kooperation von Städten, Gemeinden und Kreisen, die an der Verbesserung der Effiizienz ihrer eigenen Liegenschaften arbeiten wollen. Es sei das erste Netzwerk Südwestfalens dieser Art, sagt Enervie über das Gemeinschaftsprojekt. 

Beteiligt sind daran neben Halver, Schalksmühle, Meinerzhagen und Kierspe auch Herscheid und Neuenrade sowie die deutlich größeren Kommunen Lüdenscheid und Hagen. Drei Kernpunkte stellte Koordinator Dirk Düpping in der letzten Sitzung des Umweltausschusses vor dem Jahreswechsel in den Blickpunkt: 

  • Kostensenkungen für die beteiligten Kommunen durch die Realisierung von Einsparpotenzialen und Unterstützung bei der Beantragung von Fördermitteln 
  • Vermittlung von Know-how durch den intensiven, praxisnahen Austausch und durch professionelle Beratung 
  • Motivation durch gemeinsame Ziele im Netzwerk und den Nachweis erbrachter Erfolge und Fortschritte mithilfe professionellen Managements. 

Grundlage des Projekts, das auf kommunaler Ebene durch Arbeitsgruppen vorbereitet werden soll, ist die Erkenntnis, dass zwei Drittel des Energiebedarfs im öffentlichen Sektor auf Städte, Gemeinden und Landkreise entfällt. Wolle man den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2050 um 80 Prozent senken, müsse auch auf lokaler Ebene gehandelt werden.

Der Bund stellt Mittel in Aussicht

Dafür stellt auch der Bund Mittel in Aussicht, konkret das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Auf die Enervie entfällt im Wesentlichen die Funktion der Beratung und Moderation. Kennzahlen, die in den teilnehmenden Kommunen erarbeitet und erfasst werden, können auf einer Online-Plattform eingepflegt und für das spätere Energiedatenmanagement genutzt werden. 

Die Halveraner Politik nahm das Vorhaben in der Sitzung des Fachausschusses im Grundsatz zustimmend zur Kenntnis. An einer Stelle setzte es allerdings Bedenken zum vorgesehenen Verfahren, die Andreas Hesse (CDU) und Paul-Adolf Turck (UWG) artikulierten. Beide drängten auf eine frühzeitige Einbindung der politischen Gremien, denn wenn es nach Abschluss der Grundlagenarbeit wie der Datenerfassung um die Definition von konkreten Zielen gehe, müsse auch die Politik Mitwirkungsmöglichkeiten haben. Seien Ziele erst einmal definiert, müsse auch klar sein, welche Folgen und insbesondere Folgekosten damit verbunden seien, mahnte Hesse in Richtung der Verwaltung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare