Thomasstraße "komplett abgängig"

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Völlig zerfahren: die Thomasstraße.

Halver - Aufgrund der schwierigen städtischen Haushaltslage werden in diesem und in den kommenden jahren weniger Straßen repariert oder hergestellt, als eigentlich wünschenswert wäre.

Ein ernsthaftes Problem könnte in diesem Zusammenhang mit der Thomasstraße und der Schulstraße auftauchen. In beiden Fällen besteht Handlungsbedarf, in hohem Umfang insbesondere an der Thomasstraße. Beiden Straßen kommt eine Schlüsselfunktion zu, wenn das Verkehrskonzept für die Innenstadt ansteht, das zur Entlastung der Frankfurter Straße führen soll.

Ein Jahr Planungsvorlauf

Aufgabe der Thomasstraße soll es demnach künftig sein, die nördlichen Verkehre aus der Innenstadt und des neu entstehenden Einkaufszentrums auf die Von-Vincke-Straße zu führen. Dafür müsste sie aber grundlegend saniert werden. Bescheinigt wird ihr allerdings ein verheerender Zustand: „Der Fahrbahnaufbau und die Nebenanlagen sind komplett abgängig“, heißt es in der Schadensanalyse und der Vorlage für den Ausschuss für Öffentliche Einrichtungen, der am Dienstag, 23. Februar, 17 Uhr im Ratssaal zusammentritt. Die Straße genüge bau- und gestaltungstechnisch den heutigen Nutzungsansprüchen beziehungsweise dem Fußgänger- und dem ruhenden Verkehr nicht. Die öfffentliche Einrichtungen dort seien „suboptimal angebunden“.

Erneuert werden soll sie laut aktueller Planung als Maßnahme nach dem Kommunalabgabengesetz (KAG). Das wiederum erfordert planerischen Vorlauf, die öffentliche Beteiligung, unter Umständen auch Grundstückserwerb, so dass die Thomasstraße „zur Inbetriebnahme des Einzelhandelszentrums, möglicherweise bereits Mitte 2017, nicht pünktlich zur Verfügung stehen kann“, wie es in der Vorlage beschrieben wird. Sie werde sich „zu diesem Zeitpunkt vermutlich gerade im Bau befinden“.

Damit rückt verschärft die Schulstraße in den Blick der Planer, die bis zur Fertigstellung der Thomasstraße Ersatz schaffen soll. Sie soll auch später noch eine entlastende Rolle spielen und ist als „konsumtive Maßnahme“ klassifiziert. Eine finanzielle Beteiligung der Anwohner ist demnach nicht vorgesehen. In der Prioritätenliste der Stadt Halver taucht sie an erster Stelle auf, soll 2016 repariert werden mit Kosten von rund 62 000 Euro.Vorgesehen ist die Bildung zweier Bauabschnitte mit einer Länge von 113 beziehungsweise 126 Metern.

Der Etat für die konsumtiven Maßnahmen ist ist in diesem Jahr ohnehin aus finanziellen gründen mit 300 000 Euro gering. 50 000 Euro werden für Kleinunterhaltungen benötigt, 75 000 Euro für Restarbeiten an der Hagener Straße. Mit den dann noch zur Verfügung stehenden 175 000 Euro will die Stadt noch Südstraße, Löhbacher Straße und einen Abschnitt des Bächterhofs in Ordnung bringen.

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