Adventskonzert in vier Sprachen

Mehr als 200 Schülerinnen und Schüler sowie Erwachsene gestalteten das diesjährige Adventskonzert des Anne-Frank-Gymnasiums – und ernteten dafür viel Applaus. -  Foto: Salzmann

HALVER - In mehreren Sprachen, vielen Stilen und Klangfarben stimmten die Chöre des Anne-Frank-Gymnasiums (AFG) am Sonntag in der katholischen Christus-König-Kirche auf die Adventszeit ein. Nachdem sie am Tag zuvor in der Schalksmühler Erlöserkirche aufgetreten waren (wir berichteten), begrüßten mehr als 200 Sängerinnen und Sänger auf Deutsch, Englisch, Hebräisch und Latein die erwartungsfrohe Zeit.

Mit 22 Chorwerken aus fünf Jahrhunderten stießen sie fröhlich, festlich, besinnlich, jubilierend und anbetend das Tor zur Weihnacht auf. Für jeden war ein Schmankerl bei diesem facettenreichen Adventskonzert dabei, das unter musikalischer Leitung von Stefan Lehmkuhl zum Fest der schönen Stimmen und des harmonischen Miteinanders der Generationen geriet.

A cappella und mit Begleitung präsentierten die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen die Melodien. Maike Lehmkuhl war den Chören bei ihrem farbigen Streifzug durch Stile und Epochen an Klavier und Orgel eine virtuose und einfühlsame Begleiterin. Eingebunden in das von der Inge-und-Werner-Turck-Stiftung geförderte Adventskonzert – einmal mehr der reinste Publikumsmagnet – waren der Unterstufenchor, die Sängerinnen und Sänger des Chorprofils der Jahrgangsstufen 6 und 7, des Wahlpflichtunterrichts Chorprofil der Jahrgangsstufen 8 und 9, des Vokalpraxis-Kurses der Jahrgangsstufe Q1 und des Projektchors des Anne-Frank-Gymnasiums. Als Organisationsteam sorgten Susann Jechow, Dörte Täschner-Pollmann, Stefan Lehmkuhl und Gordon Schulte für einen reibungslosen Ablauf des festlichen, mit „Standing Ovations“ gefeierten Traditionskonzerts. An die Kirchenleitung und sein engagiertes Team ging der Dank von Schulleiter Paul Meurer.

Mit sicherer Hand geleitete Stefan Lehmkuhl die große Chorgemeinschaft, die aus 180 Schülern und rund 30 Erwachsenen des Projektchors bestand, durch die Welt ausgewählter Kanons, mitreißender Gospels, kunstvoller barocker und romantischer Lieder, anspruchsvoller a cappella-Chorwerke, moderner „Carols“ aus der Feder von John Rutter, bekannter Kantaten von Johann Sebastian Bach und Klassiker zur Weihnachtszeit. Stimmgewaltig führten sich die AFG-Chöre, die in verschiedener Konstellation glänzten, mit dem rhythmisch beschwingten Lobpreislied „Glory to God in the highest“ in den Nachmittag ein. Bei Kanons wie „All praise to thee“ von Thomas Tallis, dem ältesten Werk des Programms, erfreuten sie mit Präzision und Stimmsicherheit. Anschaulich gelang die Textausdeutung der dargebotenen Werke. Ob es sich um ein Klagelied wie beim israelischen „Hashivenu“, eine zündende Gospel-Interpretation wie „I will follow him“, das weltberühmte „Panis angelicus“ von César Franck oder barocke Verzierungskunst à la Henry Purcell handelte: Unterschiedlichsten Stimmungen – Freude, Sehnsucht, Hoffnung und froher Erwartung – gaben die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen Raum.

Sogar die erlesenen a cappella-Werke „Enatus est Emanuel“ und „Salmo 150“ gelangen mit Bravour. Moderne (Rutter) und alte Musik (Bach) gingen Hand in Hand. Ein Konzert, das allen Beteiligten in guter Erinnerung bleiben wird.

Von Monika Salzmann

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