Hallenboden viel günstiger als gedacht

Die Erneuerung des Bodens soll unter 100 000 Euro kosten.

HALVER - Die Würfel sind gefallen: Noch vor der Ratssitzung hat der Vergabeausschuss am Montag in nichtöffentlicher Sitzung den Auftrag für den Austausch des Hallenbodens an der Mühlenstraße vergeben. Das bestätigte Bau-Fachbereichsleiter Franz Helmut Engel am Dienstag auf Anfrage unserer Zeitung.

Und er wartete außerdem mit einer Überraschung auf: Die Kosten für die Arbeiten belaufen sich nach dem vorliegenden Angebot nicht, wie erwartet, auf 150 000 sondern auf unter 100 000 Euro.

Dass die Arbeiten günstiger sind als zunächst gedacht, hatte Dr. Sabine Wallmann (UWG) bereits im Rat erklärt - ohne jedoch ins Detail zu gehen. Das wollte auch Franz Helmut Engel nicht, da es sich trotz der Vergabe immer noch um ein laufendes Verfahren handele. Der Fachbereichsleiter erklärte jedoch, dass sich die Kosten auf 90 000 bis 100 000 Euro belaufen werden. Womit sich der ursprünglich im Haushalt eingeräumte Preis um rund ein Drittel reduzieren würde. Wie berichtet, hatte der Hauptausschuss in der vergangenen Woche einen Dringlichkeitsbeschluss genehmigt, der vorsieht, dass überplanmäßig 150 000 Euro für die Sanierung bereit gestellt werden. Diese Kosten sollen durch eine Ersparnis bei der differenzierten Kreisumlage eingespart werden. Das bedeutet für Bürgermeister Dr. Bernd Eicker allerdings nicht, dass man das gesparte Geld gleich wieder reinvestieren kann. „Von sparen kann man nur sprechen, wenn man Geld, das vorhanden ist, zur Seite legen kann. Aber wir haben kein Geld, dass wir sparen könnten“, so Eicker.

Den letztlich so deutlich günstigeren Preis für die Investition erklärt sich der Leiter des Fachbereichs „Bauen und Wohnen“ Franz Helmut Engel mit einem „ordentlichen Wettbewerb“ der einzelnen Unternehmen. So sei die erwartete Summe, die sich aus Voranfragen bei den Firmen ergeben habe, letztlich drastisch nach unten gedrückt worden. „Natürlich wurde uns die Zulassung für den jetzt einzubauenden Boden bescheinigt. Sämtliche DI-Normen werden erfüllt“, betonte Engel weiter.

Wie berichtet, hatte die Diskussion um einen neuen Boden nach der schweren Verletzung des SGSH-Akteurs Jan Stuhldreher an Fahrt gewonnen. In der Folge war ein Gutachter zu dem Schluss gekommen, dass der aktuelle Bodenbelag nicht mehr den Sicherheitsanforderungen nach DIN entspricht. - Frank Zacharias

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