Hagedornstraße: Auch CDU macht sich für neuen Kreisel stark

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Ortstermin an der Kreuzung von Frankfurter- und Hagedornstraße: Dr. Matthias Heider, CDU-Bundestagskandidat für den heimischen Wahlkreis Olpe/Märkischer Kreis I, und Martina Hesse, CDU-Fraktionsvorsitzende in Halver.

Halver - Auch die CDU im Halveraner Rat sieht die Verkehrssituation an der Kreuzung von Frankfurter- und Hagedornstraße mit zunehmender Skepsis.

Aus ihrer Sicht sei es aber wichtig, dass die Kosten für einen möglichen Kreisverkehr nicht allein bei der Stadt Halver liegen dürften, sondern Unterstützung vom Land oder durch den Bund fließe, sagt CDU-Fraktionsvorsitzende Martina Hesse. 

Um eine solche Möglichkeit ging es am Dienstag bei einem Ortstermin mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Matthias Heider. 

Sowohl die Fraktion der Grünen wie auch die CDU sehen die Verkehrsbelastung der Kreuzung mit mehreren hintereinanderliegenden Einmündungen kritisch. Kurze Stauräume vor den Ampeln führten zu waghalsigen Manövern, hatten die Grünen jetzt moniert. 

Das Problem dabei: Laut Gutachten ist die Kreuzung eigentlich ausreichend dimensioniert und würde auch dem Verkehrsdruck standhalten, der nach der kompletten Eröffnung des Fachmarktzentrums auf dem früheren Bahngelände zu erwarten ist. 

Heider machte im Gespräch mit Martina Hesse allerdings auf einen weiteren Zusammenhang aufmerksam. Mittelfristig ist im Verkehrskonzept des Bundes vorgesehen, die Landesstraße 528 hochzustufen zur Bundesstraße. Diese würde als sogenannte B54n die jetzige B54 im Volmetal ersetzen, die dann streckenweise zur Landesstraße würde. 

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Bund und Land würden damit quasi tauschen. Ziel ist eine verbesserte Ost-West-Verbindung in den Wirtschaftsraum Wuppertal. Über den sogenannten Lauseberg-Abstieg in Kierspe würde der Verkehr dann ins Volmetal und von dort zum Autobahnanschluss zur A 45 in Meinerzhagen geleitet. Heider geht von einem Zeitraum von etwa fünf Jahren aus, bis das Lauseberg-Projekt in Angriff genommen wird, das höchste Priorität im Bundesverkehrs-Wegeplan genieße. 

Lärm durch Autos und Lastwagen 

Allerdings hat das Vorhaben direkte Auswirkungen auch auf die Verkehrssituation rund um Halver und spielt damit auch hinein in die Kreiselüberlegungen für die Frankfurter Straße, die dann von einer Ampelanlage und vom Stop-and-Go-Verkehr entlastet würde – und nicht zuletzt vom Lärm des Pkw- und Schwerverkehrs, wie Heider bei der Begehung feststellen konnte. 

Damit könnte der Umbau der Kreuzung auch im Interesse des Bundes wie auch des jetzigen Baulastträgers, dem Land Nordrhein-Westfalen, liegen. 

In diese Richtung denkt auch Martina Hesse. Sollte es zu einer Neugestaltung der Kreuzung kommen, sei es sinnvoll, möglichst viele daran zu beteiligen, um zu einer zukunftsfähigen Lösung zu kommen. Heider, der das Thema als Abgeordneter in Berlin verfolgen will, regte an, von kommunaler Ebene aus direkt den Kontakt in die Landespolitik zu suchen.

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