Startschuss: Großer Bahnhof für zwei kleine Häuser

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Zahlreiche Offizielle gaben gestern den Startschuss zur Umbaumaßnahme der Schieferhäuser.

HALVER - Ein ruhiger Baustellen-Startschuss für die „Häuser der Kultur“, heimlich, still und leise? Nein, das war mit Blick auf die Vorgeschichte des viel diskutierten Regionale-Projekts undenkbar. Und so wurde die Maßnahme am Montag in großem Rahmen nochmals vorgestellt - mit vielen Offiziellen aus Bund und Kommunen.

Wohl mit Blick auf die Skepsis, die bei vielen Halveranern immer noch herrscht, betonte Bürgermeister Dr. Bernd Eicker, dass die rund 860 000 Euro, die alleine in die Sanierung der Schieferhäuser fließen, für ihn gut angelegt sind. Denn von allen Maßnahmen, die im Rahmen des Regionale-Projektes „Oben an der Volme“ realisiert werden, könnten auch heimische Betriebe profitieren. „Das ist auch eine Art Wirtschaftsförderung“, sagte Eicker, der in diesem Zusammenhang betonte, dass insgesamt 60 Millionen Euro in die vier Volme-Kommunen Halver, Kierspe, Schalksmühle und Meinerzhagen fließen sollen, drei Millionen davon alleine in den Innenstadtbereich Halvers. Wobei das Förderprogramm „Kleine Städte und Gemeinden“ des Bundes eine besondere Rolle einnimmt. „960 000 Euro fließen aus Berlin direkt nach Halver“, wusste der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Heider zu berichten. Dass die Volme-Kommunen allesamt von dieser Förderung profitieren, sei letztlich auch Folge der frühzeitigen Gespräche zwischen den Bürgermeistern. „Schon 2008 saßen wir erstmals zusammen“, erinnerte sich Bernd Eicker.

Und so sind die „Häuser der Kultur“ nur ein Bestandteil gleich mehrerer interkommunaler Regionale-Maßnahmen - vom Volme-Radweg über die Bahnverbindung bis hin zu innerstädtischen Projekten.

Doch natürlich ging es am Montag auch um „Handfestes“, sprich: um die anliegenden Baumaßnahmen an den Schieferhäusern. Dazu nahm Stefan Czarkowski vom Büro „CL Architektur“ Stellung. „Nun gilt es, die Bausünden, zu denen es durch die unterschiedliche Gebäudenutzung in den vergangenen Jahrzehnten gekommen ist, zurückzubauen“, erläuterte der Architekt. Dazu gehöre auch die Entfernung der verbliebenen Schieferfassade an der Eingangsseite. Dass der Kunstschiefer ebenfalls entfernt wird, versteht sich von selbst. Anschließend sollen die Gebäude komplett neu verschiefert werden, so dass ihr ursprünglicher äußerlicher Zustand weitestgehend wieder hergestellt ist. Im Gebäudeinneren - in beiden Häusern befinden sich zwei Etagen mit je 65 Quadratmetern - finde derzeit noch die Entkernung statt. Im Frühjahr 2014 sollen die Schieferhäuser dann ihren Namen zurecht tragen können und fertiggestellt sein.

Unter anderem soll der Kulturmanager der vier Volmekommunen, David Babin, künftig seinen Sitz in einem der beiden Schieferhäuser haben. Daneben ist unter anderem auch eine gastronomische Nutzung angedacht. - Frank Zacharias

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