Insolvenz eröffnet

Insolvenz: Verwalter sieht Firma Kämper auf gutem Weg

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Härterei Kämper an der Hagener Straße: Die Insolvenz ist eröffnet.

Halver - Der vom Amtsgericht bestellte Insolvenzverwalter Dr. Martin Plappert, Fachanwalt für Insolvenzrecht aus Lüdenscheid, sieht die Härterei Kämper auf einem guten Weg.

Am 30. April, dem Donnerstag vergangener Woche, war über den mittelständischen Familienbetrieb an der Hagener Straße die Insolvenz eröffnet worden.Am 6. Februar hatte das Amtsgericht Plappert zum Gutachter und vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. „Es geht normal weiter“, habe er die Belegschaft in der vergangenen Woche in Betriebsversammlungen in Kleingruppen informieren können, sagte Plappert auf Nachfrage. Es seien zwei Arbeitsverhältnisse bei insgesamt 36 Beschäftigten gekündigt worden. 

Mit der jetzigen Mannschaft seien die Weichen gestellt, das Unternehmen erfolgreich in die Zukunft zu führen. Auslöser für die Schwierigkeiten bei Kämper waren zu Jahresbeginn unerwartete Umsatzrückgänge gewesen. In der Folge allerdings seien Februar und März mit guten Ergebnissen verlaufen. 

Aufwärtsentwicklung im Mai?

Der Beginn der Corona-Krise habe hingegen massiv auf die April-Bilanz durchgeschlagen. Für den Mai bereits sieht Plappert eine sich abzeichnende Aufwärtsentwicklung in Richtung der Planzahlen. Das allerdings werde nun von Woche zu Woche neu beobachtet und bewertet. Ziel sei, einen Insolvenzplan zu erstellen und ihn mit den Gläubigern abzustimmen, die im Planverfahren besser gestellt seien als im Falle einer Regelinsolvenz. 

Damit bliebe die Firma Kämper in der Rechtsform der GmbH erhalten. Seit Monatsbeginn müsse das Unternehmen jetzt in der Lage sein, alle Forderungen aus eigener Kraft zu bedienen. Das sei seiner Einschätzung nach der Fall, andernfalls dürfe er auch aus rechtlicher Sicht den Betrieb gar nicht fortführen. Für die Beschäftigten bedeutet das, dass die Löhne und Gehälter bis Ende April abgesichert waren durch das Insolvenzgeld. 

Kurzarbeit ist geplant

Im weiteren Verfahren werde Kämper vom Instrument der Kurzarbeit Gebrauch machen, dies aber abhängig von der tatsächlichen Auftragslage, um die Belastung für die Mitarbeiter durch finanzielle Ausfälle möglichst gering zu halten. Das Unternehmen, zog Plappert eine Zwischenbilanz des Verfahrens, sei „von den Kunden gefragt und fortführungswürdig“.

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