Problematische Erschließung

Hängepartie um neue Awo-Kita

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Unwegsamer Zugang und erheblicher Sanierungsbedarf: die Awo-Kita Wundertüte.

Halver -Wie geht es weiter mit den Plänen für eine neue Awo-Kindertagesstätte an der Weststraße? Die Erschließung ist offenbar problematisch.

„Wir vertrauen voll darauf und haben auch keine Alternative“, sagt Johannes Anft über den geplanten Neubau des Awo-Kindergartens Wundertüte.

Öffentlich angekündigt wurde das Vorhaben erstmalig im August 2018. Seitdem hängt es in der Luft. Die Vorstellungen in der Anfangsphase, im Kindergartenjahr 2020/2021 in Betrieb gehen zu können, sind längst Makulatur. Der stellvertretende Geschäftsführer und Betriebsleiter beim Awo-Unterbezirk Hagen/Märkischer Kreis spricht inzwischen eher vom Sommer 2021, „vielleicht auch eher“, hofft er vage. Denn die Planung für das Gelände und die mit sechs Gruppen recht große Einrichtung erweist sich offenbar komplexer als gedacht. In zwei Aufsichtsratssitzungen war der Investor, die Wohnungsgesellschaft Halver-Schalksmühle, nicht zu einem Baubeschluss gekommen. Zuletzt Mitte Juni war die Entscheidung aufs Neue vertagt worden. Am kommenden Dienstag kommen Gesellschafter und Aufsichtsrat erneut zusammen. Für die Kita-Planung in Halver ist der Neubau wichtig. Der Kindergarten würde um zwei Gruppen größer ausfallen. Unter den künftig rund 100 Kindern wären dann auch Inklusionskinder, die zurzeit außerhalb betreut und auch dorthin gefahren werden. Auch diese Situation sollte mit dem Neubau aufgelöst werden. Die Gründe für die Hängepartie waren bereits nach der Januar-Sitzung der WHS-Aufsichtsräte angeklungen. Von weiteren Kostensteigerungen hatte Dorothee Fruntke aus dem WHS-Vorstand gesprochen und von Gutachterleistungen, die die Zufahrt betreffen. Diese Zuwegung scheint auch der Knackpunkt zu sein, denn die ursprünglich favorisierte Lösung sah eine Erschließung über einen vorhandenen Stich von der Weststraße aus vor. Fraglich aber ist offenbar, ob die ausreicht für eine sechsgruppige Kita mit Bring- und Holverkehr sowie Personal. Eine Alternative, über die laut AA-Informationen nachgedacht wird, wäre die Verlängerung der bisherigen Stichstraße, dann als Einbahnstraße, bis auf die Weststraße. Für die Anwohner könnte das heißen, dass darüber auch zusätzliche Stellplätze zwischen den Mehrfamilienhäusern entstehen könnten. Der Parkdruck im einwohnerstarken Quartier ist beträchtlich. Kita-Betriebsleiter Anft hofft nun auf eine zeitnahe Entscheidung. Ein dauerhafter Verbleib in den jetzigen Räumen an der Weststraße, errichtet im Jahr 1987, sehe er nicht als Alternative. Die Awo hatte die Räume per Erbpacht von der Stadt übernommen, eine Sanierung sei unverhältnismäßig, sagt Anft.

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