Nur die Hälfte des Geldes ausgegeben

Die Auschussmitglieder bemängelten, dass nur etwa die Hälfte der Mittel für die Straßensanierung verwendet wurde. - Archivfoto: Finger

Halver - „Wir haben nur gut die Hälfte des Geldes ausgegeben als veranschlagt“, bemerkte Michael Brosch, Vorsitzender des Ausschusses für öffentliche Einrichtungen, als es in der Sitzung des Gremiums um das Thema „Unterhaltung der Straßen und Brücken“ ging.

„Das finde ich bitter“, meinte er mit Blick auf die Bemühungen, auch aus anderen Fraktionen, mehr Geld für die Unterhaltung der maroden Halveraner Straßen auszugeben.

„Wir liegen mit unseren Ausgaben für diesen Bereich deutlich höher als vergleichbare Städte“, antwortete Kämmerer Markus Tempelmann. Er fügte hinzu, dass in der dem Ausschuss vorgelegten Liste – in der die Ausgaben für Straßen- und Brückensanierung der Jahre 2008 bis 2014 aufgelistet sind – die investiven Maßnahmen fehlen würden. Als Beispiele nannte der Kämmerer den Neubau der Straßen Leyer Sonnenschein und im Gewerbegebiet an der Susannenhöhe.

Hartmut Wächter (SPD) konterte, dass man sich nicht mit anderen Städten vergleichen sollte, sondern vielmehr den Blick auf den Straßenzustandsbericht richten sollte – und der mache deutlich, dass Handlungsbedarf bestünde. Sascha Gerhardt (FDP) und Horst Höfer (CDU) sehen, wie andere Ausschussmitglieder ebenfalls, großen Handlungsbedarf in Halver und wunderten sich, dass die Haushaltsansätze dafür nicht aufgebraucht wurden.

Bürgermeister Dr. Bernd Eicker lieferte schließlich einen wesentlichen Grund, warum bei der Straßensanierung die zur Verfügung stehenden Mittel nicht verbraucht wurden: Mit dem Gewerbegebiet in Oeckinghausen sei eine „Riesenbaumaßnahme“ dazwischen gekommen, die mit dem eigenen Personal bewältigt wurde. Dadurch seien die Personalressourcen ausgeschöpft und mit Blick auf Sparmaßnahmen habe man auch keine Aufträge an außenstehende Firmen erteilt.

Von Det Ruthmann

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