Hähne krähen um die Wette

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Die Hähne schrien am Wochenende an der Heesfelder Mühle um die Wette. ▪

HALVER ▪ Bunt. Laut. Und ausdauernd. So präsentierten sich die Kandidaten des Hähne-Wettkrähens an der Heesfelder Mühle. 65 Federtiere aus 20 Rassen gingen an den Start, um den größten Schreihals zu küren. Eine traditionelle Veranstaltung, die der Rassegeflügelzuchtverein Carthausen seit mehr als 25 Jahren organisiert. Und noch immer lockt der skurrile Wettbewerb einige Zuschauer an. Es nahmen auch wieder befreundete Vereine teil, wie der Rassegeflügelzuchtverein Schwelm oder die Geflügelfreunde aus Much.

Die Regeln des Wettbewerbs sind streng: Die Kandidaten treten in kleineren Gruppen gegeneinander an –jeder sitzt dabei in einem kleinen Käfig. Und dann haben die Schreihälse 20 Minuten Zeit zu krähen. Es gilt: Je öfter, desto besser. Eine mehrköpfige Jury führt eine Strichliste, auf der jeder Laut dokumentiert wird. War dann jeder einmal dran, gibt es ein Stechen zwischen den lautesten Exemplaren.

Die Besitzer des Federviehs haben allerdings keinen Einfluss darauf, wie sich ihre Tiere präsentieren. „Das ist reine Glückssache“, sagt Schriftführer Heinz Prumbaum. Die meisten Hähne würden sich untereinander anstecken. Es gebe aber auch Gockel, die in der fremden Umgebung schüchtern seien und keinen Laut von sich geben würden.

Für die Sieger – kleine und große Vögel werden immer separat gekürt – gab es glänzende Pokale. Parallel dazu lud der Verein auch wieder zum traditionellen Himmelfahrtspicknick ein – und das nutzten zahlreiche Wanderer. Bei gutem Wetter ließen sie sich von den Geflügelzüchtern mit Bratwurst, Kuchen & Co. bewirten. An die kleinen Besucher war mit einem kleinen Schminkstand ebenfalls gedacht: Sie konnten sich in kunterbunte Tiere oder Fabelwesen verwandeln lassen. ▪ lima

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