Gymnasium will Berufswahl erleichtern

Schüler des Anne-Frank-Gymnasiums waren mit ihrer Lehrerin Barbara Schmidt in den Räumen der Firma Turck zu Gast. Empfangen wurden sie von Markus Turck (rechts) sowie Ausbildungsleiter Markus Hildebrandt (hinten, links) und Nino Schulte (vorne, links).

HALVER ▪ Der oft beschworene „Ernst des Lebens“ kommt manchmal schneller als erwartet. Eben noch die Schulbank gedrückt, jetzt schon auf dem Arbeitsmarkt – solch einen abrupten Bruch will auch das AFG seinen Schülern ersparen.

Daher werden sie bereits im Vorfeld bei der Wahl des Wunschberufs begleitet. So auch am gestrigen Donnerstag, als gleich zwei berufsbildende Maßnahmen auf dem Lehrplan standen. Für eine neunköpfige Schülergruppe ging es zunächst in die Räume der Firma Turck an der Goethestraße. Markus Turck, Firmenchef und zugleich Vorsitzender des AFG-Fördervereins, nutzte die Gelegenheit zunächst, um den jungen Frauen und Männern die Geschichte und Kernkompetenz seines Unternehmens zu erläutern, ehe Ausbildungsleiter Markus Hildebrandt und Mitarbeiter Nino Schulte über die verschiedenen Ausbildungswege informierten.

„Wir wollen mit diesem Angebot die Schüler auch für technische Berufen begeistern“, erklärt Markus Turck den Hintergrund der Kooperation mit dem Gymnasium. In Zeiten des viel zitierten Fachkräftemangels sei eine rechtzeitige Nachwuchsförderung wichtiger denn je – „wenn sich am Ende einige Schüler eine Ausbildung bei uns vorstellen können – umso besser“. Dabei setzte Barbara Schmidt, Leiterin der Jahrgangsstufe 12, bereits im Vorfeld auf vorhandenes Interesse an technischen Berufen. „Wir haben vorher gefragt, wer sich für einen Besuch der Firma Turck interessiert.“ Am Ende fanden sich neun Schülerinnen und Schüler, die sich nicht nur für die kaufmännischen, sondern auch für die technischen Ausbildungsgänge bei Turck interessierten.

Ein Frage- und Antwortspiel gab es hingegen gestern Mittag beim Besuch von Jenny Kuhlmann in der Aula. Interessierte Oberstufenschüler hatten die Möglichkeit, die gelernte Köchin über den Beruf als Hotelmanagerin zu befragen. Kuhlmann war einst selber Schülerin des AFG und verließ das Gymnasium vor neun Jahren mit ihrem Fach-abitur. Nach ihrer abgeschlossenen Ausbildung zur Köchin lebte und arbeitete sie einige Zeit in New York und Katar, hängt zur Zeit an ihre Ausbildung aber noch ein Studium in der Hotelbetriebswirtschaft an der Hamburger Hotelfachschule an.

Die Schüler interessieren sich vor allem für ihre Auslandsaufenthalte, stellten aber auch persönliche Fragen – wie etwa nach dem Kontakt zu Freunden und Verwandten in Deutschland. Nach dem Vortrag stand die Referentin auch noch besonders interessieren Schülern – anwesend waren aber hauptsächlich Schülerinnen – für Fragen zur Verfügung. ▪ zach/caro

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