Gütesiegel für die Ganztagsschule

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Die Ganztagsschule bekam das „Gütesiegel Individuelle Förderung verliehen.“ ▪

HALVER ▪ Jeder Schüler hat das Recht auf individuelle Förderung. So steht es im Landes-Schulgesetz. Die Ganztagsschule hat sich seit Jahren die individuelle Förderung auf die Fahnen geschrieben. Eng verzahnt sind Diagnostik und Förderprogramme. Für ihr umfangreiches Angebot wurde die Schule kürzlich mit dem „Gütesiegel Individuelle Förderung“ des Nordrhein-Westfälischen Ministeriums für Schule und Weiterbildung ausgezeichnet.

„Besondere Stärken der Schule liegen im Konzept zum Übergang Schule-Beruf, im sanften Übergang von der Grundschule, in stärkenorientierten AG-Angeboten, in der Kooperation mit außerschulischen Partnern und in der Trainingsraummethode“, heißt es in der Urteilsbegründung des Ministeriums. Einen Tag lang begutachtete eine Kommission die Schule. „Wir konnten die Experten mit unserer Präsentation und in der abschließenden Diskussion überzeugen“, freute sich Schulleiter Heribert Müller.

Die Schule verfüge über ein breites Angebot, in dem zahlreiche kleine Räder miteinander verzahnt seien. Grundsätzlich basiere das Fördersystem auf drei Säulen: der Berufswahlorientierung, dem Trainingsraum und den Förderbändern. Individuelle Förderung bedeute für die Pädagogen aber nicht, dass ausschließlich die schulischen Leistungen unterstützt würden. Vielmehr ginge es darum, soziale Kompetenzen, die Wahrnehmung, die Motorik sowie das Selbstbewusstsein zu stärken. So entstehe ein Konzept, das die Schüler umfassend auf ein Leben nach und außerhalb der Schule vorbereite.

Bereits in der ersten Woche beginne das Förderprogramm. Nach einer umfassenden Diagnose würden die Schüler in individuelle Fördergruppen unterteilt. Bis zu vier Lehrer seien dann in einer Klasse aktiv. „Nur so können wir die Schüler genau dort abholen, wo sie sind“, erklärt Müller.

Wie gut das Programm der Ganztagsschule ist, zeigen die Übernahmequoten. Mehr als 60 Prozent aller Schüler fanden nach dem Abschluss einen Ausbildungsplatz. Damit ist die Quote um das dreifache höher als der Landesdurchschnitt. Als Beispiel nannte Berufswahl-Koordinator Theo Kleinhofer eine Schülerin aus Tunesien, die kein Deutsch sprach und nur arabische Schriftzeichen konnte. Durch das Förderprogramm habe sie einen tollen Abschluss geschafft. ▪ Lydia Machelett

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