Grundsteuer B: So wird sie berechnet

Die Berechnung der Grundsteuer B ist sehr komplex. ▪ Symbolbild

HALVER ▪ Die Grundsteuer B, die für bebaute Grundstücke erhoben wird, soll nach dem Vorschlag der Verwaltung im nächsten Jahr, wie bereits berichtet, von 391 auf 430 Prozent steigen – nüchterne Zahlen, mit denen die Betroffenen erst einmal wenig anfangen können. Auf der anderen Seite, das macht Verwaltungsmitarbeiter Kai Hellmann deutlich, ist es nicht möglich, einen verbindlichen Wert darzulegen, was die Erhöhung in Euro und Cent ausmacht.

Ausschlaggebend ist das so genannte Bewertungsgesetz – mit mehr als 200 Paragraphen – , auf dessen Grundlage das Finanzamt ein Grundstück mit Gebäude bewertet und den Grundsteuermessbetrag festlegt. Alter des Gebäudes, Wohnfläche, gewerbliche Nutzung, Art der Bebauung und vieles mehr sind die Kriterien, die in die Bewertung mit einfließen. So könne man zwar generell sagen, dass der Grundsteuermessbetrag bei älteren Häusern niedriger ist als bei neueren. Doch selbst bei vermeintlich relativ ähnlichen Gebäuden ist die Bewertung durchaus unterschiedlich.

Wer also wissen möchte, wie viel Grundsteuern er im nächsten Jahr möglicherweise mehr bezahlen muss, dem bleibt nichts anderes übrig, als den Bescheid über den Grundsteuermessbetrag – der in Halver zwischen 50 und 150 Euro liegt – aus seinen Akten hervor zu kramen und selbst zu rechnen. Als Beispiel nennt Hellmann ein fiktives Einfamilienhaus mit einem Grundsteuermessbetrag von 70 Euro.

Für dieses Haus hätte sein Besitzer in Halver bislang 273,70 Euro an Grundsteuer B pro Jahr (Messbetrag mal 391 Prozent) gezahlt. Folgen Finanz- sowie Hauptausschuss und Rat dem Verwaltungsvorschlag auf Erhöhung, würde der Besitzer im nächsten Jahr 27,30 Euro mehr, also 301 Euro (Messbetrag mal 430 Prozent) zahlen. Kai Hellmann betont jedoch noch einmal, dass dies nur ein Beispiel ist, dessen Werte allein aufgrund der unterschiedlichen Grundsteuermessbeträge nicht auf andere übertragbar seien. Bei einem Messbetrag von 110 Euro würde die Grundsteuer B in Halver von 430,10 auf 473 Euro steigen. ▪ Det Ruthmann

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