Grundschule Oberbrügge bald mit „13plus“?

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Wird es an der Grundschule Oberbrügge im kommenden Schuljahr eine Betreuung „13plus“ geben?

Oberbrügge - In Anbetracht von 28 Interessensbekundungen von Eltern ist es wahrscheinlich, dass an der Grundschule Oberbrügge im kommenden Schuljahr 2016/2017 eine Betreuung „13plus“, also über den Schulschluss hinaus, stattfinden könnte.

Er habe entsprechende Gespräch mit der Stadt als dem Träger der äußeren Schulangelegenheiten geführt und eine Förderung beantragt, bestätigte auf Anfrage des Allgemeinen Anzeigers Schulleiter Bernd Ritschel. Antragsteller gegenüber der Bezirksregierung sei die Stadt. In Aussicht stehen bis zu 5000 Euro pro Jahr.

Die Nachfrage in Oberbrügge hat sich in den vergangenen Jahren offenbar geändert. Noch vor drei jahren habe es lediglich fünf Interessenten dafür gegen. In der politischen Debatte um Erhalt oder Schließung der Grundschule war als Grund für geringe Schülerzahlen auch die Vermutung genannt worden, der Schule fehle eine verlässliche Betreuung, auf die inzwischen viele Familien und auch Alleinerziehende angewiesen seien. Eltern von 23 oder 24 Kindern aus Oberbrügge hätten im letzten Jahr jedenfalls entschieden, die i-Männchen in einer der anderen Halveraner Grundschulen unterzubringen.

28 Bekundungen seien noch keine Anmeldungen, schränkt Ritschel ein. Nötig für ein solches Angebot sei eine Mindestgröße von zehn Kindern. Eine Betreuung sei in Oberbrügge bereits jetzt vorhanden, die von zwei Mitarbeitern geleistet werde. Träger des Angebots sei bisher der Förderverein, der dies auch weiter übernehmen könne, so Ritschel. Diese Mitarbeiter würden dann eventuell mehr Stunden leisten oder Verstärkung erhalten. Die dafür genutzten Räumlichkeiten könnten für die Betreuung weiter genutzt werden. Die Betreuungszeit würde dann an das bisherige Angebot angedockt und würde sich auf den Zeitraum bis 15 Uhr, bei entsprechendem Bedarf bis 16 Uhr erstrecken.

Eine Konkretisierung dieser Überlegung erwartet Ritschel für diesen Monat. Erst mit verlässlichen Anmeldezahlen und der Buchung von Zeitkontingenten lasse sich berechnen, welche Kosten für die Eltern entstehen. Zu lösen seien auch Fragen, wie das Mittagessen an der Schule gewährleistet werden könnte – ob in der eigenen vorhandenen Kleinküche oder aber über Catering, wie es auch an anderen Schulen der Fall sei. „Das muss bis zu den Sommerferien geklärt sein“, weiß der Schulleiter.

Inhaltlich vorgesehen sei beim Betreuungsangebot die Begleitung bei der Erledigung von Hausaufgaben, aber auch die Möglichkeit zu Spiel und Sport in der weitläufigen Umgebung der Schule, die laut aktueller Beschlusslage ab dem Schuljahr 2018/2019 als Dependance einer der anderen Grundschulen geführt werden soll, um damit auch bei einer Schülerzahl von unter 92 Bestandsschutz zu haben.

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