Grundschüler unterstützen Verein „Utho Ngathi“ in Afrika

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Andreas Wörster und Masauso Phiri (hinten Mitte) besuchten gestern die Grundschule „Auf dem Dorfe“ und berichteten den Erstklässlern vom Verein „Utho Ngathi“, den die Schule seit nunmehr 13 Jahren unterstützt.

Halver - Einmal im Jahr macht sich Andreas Wörster auf den Weg von Südafrika nach Deutschland. In seiner alten Heimat berichtet er von „Utho Ngathi“, einem Verein, den er seit vielen Jahren im südlichen Afrika unterhält und der schon seit 13 Jahren von der Grundschule „Auf dem Dorfe“ unterstützt wird.

Der Verein hilft Menschen mit Behinderungen, die, so erklärt Wörster, in den ländlichen Gebieten des südlichen Afrikas besonders oft isoliert und benachteiligt sind. Das Leben der Menschen mit Behinderung sei auf dem afrikanischen Kontinent sehr problematisch. Die Zahl der Menschen mit Behinderung im südlichen Afrika wird auf mehr als 18 Millionen Menschen geschätzt. Nur zwei Prozent haben Zugang zu der für sie notwendigen Unterstützung. Dort setzt „Utho Ngathi“ an. Der Verein möchte das Bewusstsein der Menschen verändern, um die Integration und Selbstständigkeit in allen Bereichen zu erwirken, erklärt Wörster.

Finanzielle Unterstützung erreicht den Verein vor allem durch Spenden. Seit 13 Jahren besteht eine Patenschaft zur Grundschule „Auf dem Dorfe“. Am Freitag erklärten Andreas Wörster und Masauso Phiri im Rahmen ihres Deutschlandbesuchs den Erstklässlern die Projekte und zeigten, wie den behinderten Menschen im südlichen Afrika geholfen werden kann. Dieser Besuch erfolgt einmal im Jahr. Die „Neuen“ werden an das Projekt herangeführt, die Zweit-, Dritt- und Viertklässler erfahren von Wörster und Phiri, was sich in einem Jahr getan hat.

Anhand einer Bilderpräsentation erfuhren die Grundschüler, wie es im südlichen Afrika überhaupt aussieht, unter welchen Umständen die Kinder und Familien dort leben und das viele Selbstverständlichkeiten in Deutschland für Kinder in Afrika nicht zum täglichen Leben dazugehören. „Und für Kinder mit Behinderung erst recht nicht“, sagt Wörster. Inklusion ist für die Grundschüler aus Halver aber auch schon lange kein Fremdwort mehr.

Dass sie auch in Zukunft helfen und das Schulprojekt unterstützen wollen, stand für die Jüngsten außer Frage. Stolz konnten sie daher einen Scheck in Höhe von 966,35 Euro an Andreas Wörster und Masauso Phiri überreichen. Der Betrag war im vergangenen Schuljahr im Rahmen der Aktion „Eltern backen für ihre Kinder“ zustande gekommen, die jeden zweiten Monat stattfindet. Zudem, so erklärte Lehrerin Simone Domke, werde das Projekt in Afrika regelmäßig in den Schulunterricht integriert.

www.uthongathi.org

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