Grünes Licht für Neubaugebiet am Waldweg

Innerhalb der gelben Markierung soll das Neubaugebiet südlich des Waldwegs entstehen. Rechts ist ein Teil des evangelischen Friedhofs zu sehen.

HALVER ▪ Intensive Diskussionen und Sitzungsunterbrechungen prägten am Montag die Sitzung des Stadtrates in der Aula des AFG. Doch am Ende stand fest: Das Neubaugebiet südlich des Waldwegs kann kommen – wenn auch in etwas anderer Form als von der Verwaltung zunächst vorgeschlagen.

Mit den Stimmen der CDU-, SPD- und UWG-Fraktion beschloss der Rat – nach erfolgter Zustimmung für die notwendige Flächennutzungsplanänderung – den Bebauungsplan „Höveler Weg“, dessen Erweiterung eben auch das umstrittene Neubaugebiet am Waldweg beinhaltet. Die Fraktion von Bündnis 90/ Die Grünen enthielt sich einhellig, die FDP stimmte gegen den Entwurfsbeschluss.

Insbesondere die angedachte Firsthöhe von zwölf Metern in der nördlichen Bebauungszeile und elf Metern im südlichen Bereich stieß auf Skepsis. Auf Grundlage des offenen Briefs eines Anliegers, der bereits im Planungs- sowie im Umwelt- und Abfallausschuss thematisiert wurde (wir berichteten), demonstrierte UWG-Fraktionschef Werner Lemmert anhand mehrerer Grafiken, was die Folge einer maximalen Ausschöpfung der Möglichkeiten seitens der Bauherren wäre. „Das ist kein Horror-Szenario, sondern möglich“, betonte Lemmert, der ebenso wie Gerhard Clever (Grüne) und Michael Kortmann (FDP) auf die Notwendigkeit einer Reduzierung der zulässigen Firsthöhen hinwies. Doch sowohl Bürgermeister Dr. Bernd Eicker als auch Stadtkämmerer Markus Tempelmann hoben die Bedeutung großzügigerer Regelungen hervor. Dadurch würden die Grundstücke attraktiver, da Familien mehr Wohnraum nutzen könnten. Die Stadt will die Flächen in Eigenregie vermarkten.

Ehe letztlich ein Kompromiss zur Abstimmung vorlag, waren zwei Sitzungsunterbrechungen notwendig. Schließlich rang die Politik der Verwaltung eine Reduzierung der zulässigen Firsthöhen von 12 auf elf Meter im nördlichen und von elf auf 10,50 Meter im südlichen Bebauungsbereich ab. Dabei spielte auch die Ankündigung Markus Tempelmanns eine Rolle, die künftigen Bauherren privatrechtlich zu zwei Stellplätzen pro Wohneinheit verpflichten zu wollen – großen Mehrfamilienhäusern soll so ein Riegel vorgeschoben werden. ▪ Frank Zacharias

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