Angelika Schwab kandidiert für den Landtag

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Halver - Sie hat wohl keine Chance, aber die will sie nutzen. Angelika Schwab ist Landtagskandidatin der Grünen im südlichen Märkischen Kreis, genauer: Wahlkreis 123, Märkischer Kreis III – das sind Halver, Meinerzhagen, Schalksmühle, Kierspe und Lüdenscheid.

Weil ein grünes Direktmandat ausgesprochen unwahrscheinlich ist und sie auch nicht auf der Landesliste platziert ist, wird sie bei der Wahl am 14. Mai kaum in den Landtag einziehen. Die direkten Mandate dürften erfahrungsgemäß an die Vertreter der großen Parteien gehen. Doch dafür hat die Ur-Halveranerin den Rücken frei. Der Wahlkampf sei für sie die Chance, ihre und die Positionen der Grünen öffentlich zu vertreten.

Die bisherigen Reaktionen bestärkten sie in diesem Ziel. „Als Kandidatin wird man ernst genommen, erhält Rückmeldungen, die man sonst nicht bekommen hätte“, sagt die 57-Jährige. Ihre Themen sind schwerpunktmäßig Umwelt- Tier- und Verbraucherschutz. Gerade der Tierschutz ist seit mehr als 30 Jahren ihr Schwerpunkt. In Halver kennt man sie durch ihr langjähriges Engagement im Tierschutzverein, beruflich betreibt sie einen Hundesalon nebst Hundepension.

Mitglied der Grünen ist sie erst seit zwei Jahren. Ihre politischen Wurzeln hat sie in der Tierschutzpartei, in der sie acht Jahre mitgearbeitet hat. Den Wechsel habe sie lange überlegt, doch in der Tierschutzpartei habe sie keinen Fortschritt erkennen können. „Zu viele Extremisten“, so lautet ihre Erkenntnis über die Splitterpartei, die es gerade einmal zu einem Vertreter im Europäischen Parlament gebracht habe, ansonsten aber wirkungslos geblieben sei. Von den ausgesprochen ideologischen Ansätzen der dort stark vertretenen Veganer-Fraktion hält sie nicht viel. „Man kann Massentierhaltung verbessern, aber kaum abschaffen. Die Menschen müssen ernährt werden.“

Es sei ihr Gerechtigkeitssinn, der sie in die Politik bewegt habe, und eine langjährige Erfahrung. Demonstrationen mit Tausenden Teilnehmern seien wenige Tage später vergessen. Die Politik sie die einzige Chance, etwas zu bewegen. Mit dieser Feststellung richtet sie sich gegen „ewige Meckerer“, die sich nicht in Vereinen und Verbänden engagierten, sich dann aber über Politik und Verwaltung echauffierten. Sich selbst einzubringen, das ist eine ihrer Kernbotschaften, die sie im Wahlkampf vermitteln will. „Ich habe eine Aufgabe“, sagt sie und appelliert dazu, zur Wahl zu gehen und die Chance zu nutzen, etwas zu ändern. „Ich will gerade die Nichtwähler aufrütteln, sich mit den Programmen und Inhalten zu beschäftigen.

http://schwab.gruene-mk.de/

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