Gegenwind bei Gewerbeflächen

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Die Stadt Halver ist auf der Suche nach Flächen für Industrie und Gewerbe.

Halver - Die Fraktion der Grünen im Rat hegt unverändert erhebliche Bedenken gegen die Ausweisung eines Gewerbegebietes Susannenhöhe 2 auf der südlichen Seite der Bundesstraße 229 gegenüber den vorhandenen Industrie- und Gewerbeflächen in Oeckinghausen.

Das Konzept, das der Rat am Montagabend für die „Erhebung und qualitative Bewertung des Gewerbe- und Industrieflächenpotenzials“ verabschiedete, wird von den Grünen nicht mitgetragen. Seine Fraktion sehe den grundsätzlichen Bedarf der Stadt Halver, sagte Karl-Friedrich Osenberg.

Man begrüße ausdrücklich, dass die isolierten Flächen bei Schmidthausen und bei Kückelhausen als Suchräume komplett ausgeschlossen beziehungsweise auf der Prioritätenliste weit nach hinten gerückt seien. 

Doch den favorisierten großen Suchraum der Susannenhöhe mit rund 21 Hektar hielten die Grünen für ungeeignet. Sie folgten damit auch der Einschätzung der Unteren Landschaftsbehörde, die sich kritisch zur Ansiedlung von Gewerbe äußere.

Priorität bei der Erschließung müssten Flächen genießen, die sich räumlich an den bisherigen Gewerbestandort Oeckinghausen anschlössen, argumentiert der Grünen-Sprecher. Dies seien Jürrenscheid, Bredde und Leifersberg nördlich und westlich von Oeckinghausen.

„Wir sind nicht gegen weitere Flächen, kommen aber zu einer anderen Beurteilung“, sagte Osenberg im Rat, der bereits im Hauptausschuss diese Überlegungen vorgetragen hatte. Der Rat sei das passende Forum, diese Bedenken geltend zu machen.

Mit der Fortschreibung des Konzepts, das nun dem Regionalrat als Fachbeitrag zugehen, würden entscheidende Weichen gestellt. Welche Bedeutung die Erschließung der Flächen für die Stadt Halver hätten, legte Kämmerer Markus Tempelmann dar. 

77 Prozent der Flächen im vorhandenen Industriegebiet Susannenhöhe seien seit wenigen Tagen verkauft. Gleichzeitig sei die Stadt auf die Gewerbesteuereinnahmen angewiesen, die im vergangenen Jahr mit 10 Millionen Euro den zweithöchsten Stand seit Jahrzehnten erreicht hätten. 

Diese Einnahmen leisteten einen erheblichen Beitrag zur Konsolidierung der städtischen Finanzen, wie sie auch die Gemeindeprüfungsanstalt anmahne. Die Entscheidung für das Konzept fiel letztlich mit fünf Gegenstimmen, eine davon aus der SPD.

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