Die Grünabfallannahme sorgt für Chaos

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Mehr als 200 Menschen entsorgten bereits am ersten Annahmetag ihre Grünabfälle. ▪

HALVER ▪ Ja, ist denn schon Ostern? Auf dem Baubetriebshof liegt zurzeit ein riesiges Nest – aus Zweigen, Laub & Co. Gebracht haben das aber nicht der Osterhase und seine Helfer, sondern viele Halveraner. Denn: Am Montag startete die Annahme des Grünabfalls. Zur Freude der Hobbygärtner – zum Leid der Angestellten.

Mehr als 200 Menschen entsorgten bereits am ersten Annahmetag ihre Grünabfälle. Der Container war zur Mittagszeit längst voll – zweimal nachpressen inklusive. Deshalb landete eine große Menge auf dem Platz des Baubetriebshofes. Irgendwo mussten die Abfälle schließlich hin. Leiter Raimund Baytz brachte es auf den Punkt: „Das Chaos hat einen Namen: die Grünabfallannahme.“

Viele Menschen konnten es offensichtlich nicht abwarten, ihre Gartenreste loszuwerden. Und so brach am Montag bereits am frühen Morgen das Chaos aus. Um 7 Uhr fiel der Startschuss. Hans-Wilhelm Fastenrath war einer der ersten. „Normalerweise hab ich es nicht so eilig“, sagte er. Doch er sei berufstätig und verreise bald – das sei die einzige Gelegenheit für ihn. Und während Fastenrath noch problemlos vorfahren und seinen Baumschnitt in den Container werfen konnte, hatten es die, die danach kamen, nicht so leicht.

Sieglinde und Manfred Baumgart kennen das Spiel – sie sind jedes Jahr mit als Erste dabei. „Wir wollen natürlich zusehen, dass wir das Zeug schnell loswerden.“ Der Bauhof, so ihre Meinung, müsse viel eher dafür öffnen. Auch Dieter Held ist jährlich als Erster und Letzter bei der Grünabfallannahme dabei: „Die öffnen zu spät und schließen zu früh. Deshalb haben wir Gärtner es dann eilig.“

Raimund Baytz betrachtet das Treiben rund um den Container aus einer anderen Perspektive: „Permanent stehen hier fremde Fahrzeuge, die uns die Zufahrt versperren“, sagte er. Manche seien regelrecht rücksichtslos. Für ihn und sein Team bedeutet das auch zusätzliche Arbeit: In dieser Woche rechnen die Baubetriebshof-Mitarbeiter nämlich mit täglich mindestens einem Container. Der wird dann nach Lüdenscheid gebracht.

Seit Jahren stelle die Annahme des Grünabfalls am Höveler Weg ein Problem dar – geändert habe sich aber nichts. Der Container auf dem Gelände sei einst ein Provisorium gewesen und habe sich zum Dauerzustand entwickelt, erzählte Baytz. Mit dieser Situation ist er nicht zufrieden. Er konnte aber auch Positives berichten: Denn vor einigen Jahren noch hätten er und seine Mitarbeiter den Leuten „viel intensiver auf die Finger gucken müssen“. Das heißt: Die Halveraner brachten auch Sachen, die eigentlich nicht in den Container für Grünabfall gehörten. Das habe sich seit zwei Jahren deutlich gebessert. ▪ lima

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