Neubaugebiet Schmittenkamp

Schmittenkamp: Eine Hecke für Vögel - Stadt schafft neues Zuhause

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Neubaugebiet Schmittenkamp: Eine 290 Meter lange Hecke bekommt der Neuntöter als Ersatz.

Oberbrügge/Halver - Eine 290 Meter lange Hecke soll dem Neuntöter ein neues Zuhause geben. Das wird er brauchen, wenn im Neubaugebiet Schmittenkamp die Bagger anrollen.

Die Heckenpflanzung für den Vogel (Neuntöter) soll im Bereich der Ortslagen Berge/Grünewald erfolgen. Es handelt sich um eine Ausgleichsmaßnahme für wegfallende Nistmöglichkeiten am Schmittenkamp. Das Baugebiet liegt in etwa einem Kilometer Entfernung zur geplanten Pflanzung, die mit dem Eigentümer der Fläche in einem öffentlich-rechtlichen Vertrag geregelt werden muss. 

Die Breite der Hecke soll zwischen fünf und zehn Metern bei einer Mindesthöhe von 1,5 Metern variieren. Hinzu kommt ein fünf Meter breiter Saumstreifen, in dem der Vogel Nahrung finden soll. 

Unterstützung auch für den Waldkauz

Wenn der Neuntöter vom Schmittenkamp umzieht zum Grünewald, soll er möglichst einen weiteren Nachbarn mitnehmen: Dabei geht es um den Waldkauz, der offenkundig in der Nähe der Firma August Grote an der Schmiedestraße lebt und sich weder vom Betrieb des Unternehmens noch von der Heerstraße belästigt fühlt. Sein Neubau soll in Form dreier artspezifischer Höhlenkästen als Nisthilfen im Wald südöstlich von Grünewald hergestellt werden. 

Der Neuntöter soll am Schmittenkamp ein neues Zuhause bekommen.

Die Betreuung der Nisthilfen soll fachmännisch erfolgen und ebenfalls vertraglich sichergestellt werden. Ökologische Aspekte finden beim Bauvorhaben in Ehringhausen aber nicht nur bei den Ausgleichsmaßnahmen Berücksichtigung. Nicht zulässig beispielsweise sind die in Mode stehenden steinernen Gärten. Die pflegeleichten Schotterflächen auf unkrautdichtem Vlies bieten keine Chance für Grün und für Insekten. 

Vorgaben für Grundstücksbesitzer

Erstmalig habe man eine solche Vorgabe in den Bebauungsplan aufgenommen, sagt Stadtplaner Peter Kaczor. Und wer am Schmittenkamp baut, muss Bäume pflanzen. Je angefangene 300 Quadratmeter Fläche sei ein standortgerechter Laubbaum Pflicht, für die weitere Fläche pro angefangene 300 Quadratmeter ein Obstbaumhochstamm. 

Noch mehr Grün gibt es im Osten des Baugebiets Schmittenkamp mit einer Grünfläche als Fläche für den Gemeinbedarf mit einem Spielplatz. 3000 Quadratmeter im insgesamt knapp fünf Hektar großen Plangebiet sind dafür vorgesehen mit mindestens zehn Bäumen.

Das Baugebiet Schmittenkamp

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