Pläne für Kindervilla werden konkret

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Die Stadtdirektorenvilla beherbergt zurzeit den Pflegedienst „In guten Händen“. Bei einer anderen Nutzung müssten für ihn neue Flächen gefunden werden.

Halver - Wird die jetzige Stadtdirektorenvilla an der Schulstraße im Park neben dem Rathaus zur neuen Kindervilla? Um diesen politischen Wunsch und um konkrete Kosten wird es am kommenden Dienstag im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen gehen.

Vier Fraktionen im Rat haben sich zusammengetan, um das Projekt anzuschieben. CDU, UWG, Bündnis 90/Die Grünen und FDP wollen das städtische Gebäude, Schulstraße 4, neu nutzen. 

Mit dem neu entstehenden stadtzentralen Spielplatz zwischen Rathaus und Villa Wippermann könnte das zweigeschossige Gebäude künftig zwei Funktionen erfüllen. Im Erdgeschoss könnte eine Großtagespflege untergebracht werden. In einer Großtagespflege kümmern sich entsprechend qualifizierte Kräfte um die Kinder. Das erfolgt in der Regel in privater Regie, könnte unter Umständen aber auch angeschlossen an einen Träger der Kinder- und Jugendarbeit erfolgen. 

In beiden Fällen würde es die Versorgungsquote bei der U-3-Betreuung in Halver verbessern, was erklärtes Ziel von Verwaltung und Kreisjugendamt ist. Bei einer Großtagespflege würde dies bis zu neun Betreuungsplätze bedeuten. 

Im Obergeschoss könnte ein Kindertreff eingerichtet werden, der in dieser Form in Halver und insbesondere in der Innenstadt nicht existiert. Bedarf sei für beides vorhanden, schreiben die Fraktionen in ihrem Antrag, der Ende September im Rathaus eingegangen ist. 

Unterstützung für Pflegedienst 

Genutzt wird das Gebäude zurzeit durch den Pflegedienst „In guten Händen“. Dem Betrieb der Halveranerin Melanie Hedtfeldt will man, falls die Entscheidung in Richtung der Kindervilla falle, bei der Suche nach neuen geeigneten Räumlichkeiten behilflich sein. Der Pflegedienst soll in seiner Arbeit auch bei einem möglichen Umzug nicht beeinträchtigt werden, so die klare Aussage der Antragsteller. 

Die Verwaltung begrüßt in der Vorlage „grundsätzlich Maßnahmen, die zu weiteren Betreuungsplätzen führen“. Die Versorgungsquote sei „ausbaufähig“. Konkrete Details zur entsprechenden Versorgung wird Matthias Sauerland, Leiter der Jugendförderung und Kinderbetreuung, in der Sitzung vorstellen. Auf Anfrage der Politik hat die Verwaltung allerdings auch eine Kostenschätzung vorbereitet.

In letzter Konsequenz könnte es um bis zu 380 000 Euro gehen, so die Kalkulation. Verzichtbar sei dabei die Sanierung der Außenhülle, die mit 130 000 Euro veranschlagt wird. Der Umbau des Erdgeschosses, um dieses für eine Großtagespflege nutzen zu können, würde den Schätzungen zufolge 75 000 Euro kosten. Mit 175 000 Euro größter Brocken in der Kalkulation wäre der Umbau im Obergeschoss für die offene Kinderbetreuung.

Gesamtkosten bis zu 380 000 Euro 

Noch nicht in der Kalkulation enthalten ist zudem die Errichtung einer öffentlichen Toilette. Plan der Verwaltung war bisher, sie in der benachbarten Remise, dem Wirtschaftsgebäude der Villa Wippermann, einzurichten. Rund 35 000 Euro sind in den Haushalt der Stadt für 2019 für das Vorhaben eingestellt. Im Rathaus betrachtet man dies als Voraussetzung für die Förderfähigkeit des laufenden Spielplatzprojekts. Alternative könnte sein, sie an der neuen Kindervilla anzudocken.

Ausschuss für öffentliche Einrichtungen, Dienstag, 13. November, 17 Uhr, Sitzungssaal des Rathauses, Beginn voraussichtlich mit Ortsbesichtigungen.

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