Projekt "Schmittenkamp"

Großes Interesse an neuem Baugebiet

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Die maximale Gebäudehöhe im Baugebiet Schmittenkamp wird durch eine virtuelle Linie parallel zum Hang festgesetzt.

Halver - Auf großes öffentliche Interesse stießen die Pläne zum Baugebiet Schmittenkamp, die am Dienstag im Planungsausschuss vorgestellt wurden.

„So voll war es noch nie“, meinte die Ausschussvorsitzende Martina Hesse (CDU) angesichts der zahlreichen Besucher – bis auf den letzten Platz war der Sitzungssaal gefüllt. Grund für das große Interesse war vor allem der Bebauungsplanentwurf zum Baugebiet Schmittenkamp in Ehringhausen, der im Ausschuss vorgestellt und dessen öffentliche Auslegung einstimmig beschlossen wurde. 

Volker Finger, Chef des beauftragten Planungsbüros, erläuterte zunächst die Eckdaten des Vorhabens. Auf einer etwa fünf Hektar großen Plangebiet sollen 50 Bauplätze mit einer jeweiligen Fläche von 550 bis 650 Quadratmetern entstehen. Größtenteils sollen dabei maximal zwei Wohneinheiten pro Gebäude möglich sein, bei fünf Grundstücken allerdings auch bis zu sechs, womit auch Mietwohnungsbau ermöglicht wird.

„Ich freue mich, dass unser Wunsch zu einer Mischung mit Mehrfamilienhäusern berücksichtigt worden ist“, hob Astrid Becker (SPD) insbesondere diesen Punkt lobend hervor. Paul-Adolf Turck (UWG) fand es positiv, dass Baumpflanzungen auf den Grundstücken vorgegeben sind und die Versiegelung begrenzt wird: Stein- und Schottergärten sind nämlich nicht zugelassen.

Nur wenige Gestaltungsvorgaben

Insgesamt würden nur wenige Gestaltungsvorgaben gemacht, wie Finger erläuterte. Es werde keine Firstrichtung vorgegeben und viele individuelle Dachformen – von Zelt- und Walm- bis zu Pult- und Flachdach – seien zugelassen. „Wir haben keine Geschossigkeit festgesetzt, aber eine maximale Gebäudehöhe“, erklärte er. Diese beträgt 11,5 Meter, je nach Dachform variieren dabei die maximalen Wandhöhen. Parallel zum Hang – dieser hat ein Gefälle zwischen 15 und 20 Prozent – habe man eine virtuelle Linie gezogen, die die Gebäude in der Höhe nicht überschreiten dürfen. 

„Wir wollten auf der Hangseite eine Staffelgeschossigkeit unterbinden“, erklärt Finger. Die Höhenfestsetzung gefiel Uwe Leinung (Grüne) sehr gut: „Man lässt einerseits viel zu, setzt aber Grenzen.“ Fraktionskollege Martin Halbrügge (Grüne) fragte allerdings, wie das Baugebiet bei so wenigen gestalterischen Vorgaben einen eigenen Charme bekommen könne und befürchtete Wildwuchs. 

Laut Volker Finger bewege man sich mit den wenigen Gestaltungsfestsetzungen aber im derzeit üblichen Rahmen. Genau das bewertete Andreas Hesse (CDU) positiv: „Ich finde, wir sollten nicht versuchen, Bauherren mit kleinteiligen Forderungen zu überfrachten.“ Dies seien in der Regel junge Familien, die froh seien, wenn sie einen Bau überhaupt gestemmt bekämen. Sascha Gerhardt (FDP) zeigte sich sehr zufrieden mit der Darstellung: „Ich finde die ganze Planung sehr gelungen.“ 

Kämmerer Markus Tempelmann bescheinigte dem Planungsbüro eine hervorragende Arbeit. Im April habe man sich das ambitionierte Ziel gesetzt, bis Ende September einen Entwurf vorzulegen. „Wir haben es tatsächlich geschafft“, sagte Tempelmann. Er verwies dabei auf den Zeitdruck für potenzielle Bauherren, denn nur noch bis Ende 2020 gebe es Baukindergeld. 

Der Ausschuss empfahl dem Rat, der am kommenden Montag tagt, die öffentliche Auslegung des Planungsentwurfs zu beschließen. Der Ausschuss stimmte außerdem einstimmig für die Aufhebung des Bebauungsplans „Steinbachhang“ – eine Voraussetzung dafür, die Planungen für den Schmittenkamp weiter voranzutreiben

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