Großer Karnevalsabend zum Ausklang der närrischen Tage

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Hoch her ging es beim Großen Karnevalsabend im Pfarrer-Neunzig-Haus. Zum Ausklang der drei närrischen Tage feierten die Halveraner noch einmal ausgelassen.

Halver – „Halver Helau, Karneval Helau, Pfarrer-Neunzig-Haus Helau!“ Hoch her ging es am Samstag beim Großen Karnevalsabend der Katholischen Kirchengemeinde Christus König im Pfarrer-Neunzig-Haus. Unter dem Motto „Watt mutt – dat mutt!“ erlebte das närrische Treiben im Gemeindesaal seinen Höhepunkt.

Wie an den beiden Vortagen stieg die Stimmung bis zum Siedepunkt. Die jecken Kostümideen der Besucher machten ebenso viel Spaß wie das begeistert gefeierte Bühnenprogramm und die ansteckend gute Laune, mit der Entertainer Marc Bröker zwischen den Programmhöhepunkten zum Tanzen aufforderte – wenn’s sein musste, sogar mit Damenwahl, damit sich kein Tanzmuffel „drückte“.

Im schicken Erdbeer- und Melonenkostüm machten die Moderatorinnen Jutta Gillmann und Sina Taake auf der Bühne eine gute Figur. Satte drei Stunden hielten die rund 20 Akteure, die ein grandioses närrisches Programm einstudiert hatten, bei bester Laune. Ob Flashmob, Tanz, Sketch oder 80er-Jahre-Imitation: Keine jecke Sparte ließen die Montagsfrauen, die als „Six Pack“ unschlagbar waren, aus.

Beim Polka Tanzen der Gruppe "Six Pack" flogen Beine und Röcke.

Karnevalsabend im Pfarrer-Neunzig-Haus

Oma Bergmann klagt ihr Leid

Mitreißend beim Polka Tanzen, urkomisch beim etwas anderen Kinobesuch mit hinreißendem Flirt über mehrere Köpfe hinweg trieben die sechs Närrinnen das Stimmungsbarometer ein ums andere Mal in die Höhe. „Oma Bergmann“ alias Christel Kotsch, die der ausgelassen feiernden Karnevalsgesellschaft ihr Leid über ihre vegane Tochter klagte, kam da auf den Geschmack von Smoothies. Dass in ihren pürierten Köstlichkeiten (statt Obst und Gemüse) Fleischreste, Frankfurter Kranz, Kirschwasser und undefinierbare Kühlschrankreste steckten, musste ja niemand wissen.

Ein Überraschungscoup gelang der jungen Tanzgruppe „Dynamo Tresen“, die ein fulminantes Line Dance-Spektakel bot. Hier wie dort ging’s nicht ohne Zugaben ab. Unbekümmert jubelte die Breckerfelder Jugend als Special Guest dem Papst Drogen unter. „Der Papst im Drogenkloster“ hieß der pfiffige Sketch, bei dem am Ende sogar der gestrenge Papst-Diener seine Standhaftigkeit aufgab. „Was ist rund und schmeckt nach nichts? – Die Oblate!“, hieß es am Ende im vielstimmigen Chor.

Die Breckerfelder Jugend jubelte dem Papst Drogen unter.

Mit bissig-amüsanten Spitzen und Pointen hielten weder Christel Kotsch, die der bekannten Geschichte von Max und Moritz ein modernes Mäntelchen überstülpte, noch Pfarrer Claus Optenhöfel hinterm Berg. In Zeiten, in denen „alle möglichen Leute Post bekommen, die sie nicht bestellt haben“, engagierte sich der Pfarrer im Nebenjob schlagfertig austeilend als Zusteller für den von der Presse hartnäckig ignorierten Caritas Paketdienst, kurz CPD. Sein Motto: „Mars macht mobil – mit CPD ans Ziel!“

Unbestrittener Höhepunkt des Programms aber war das Comeback der Backstreet Boys, die zu Hits wie „Everybody“ oder „I want it that way“ mit ausgefeilten Tanzchoreografien begeisterten, mal den Rosenkavalier, mal den T-Shirt zerreißenden Bad Boy gaben. Außer Rand und Band war das Publikum.

Als Gruppe hatten Robin Hood, Little John und Marian die schönsten Kostüme.

Beste Kostüme prämiert

Zu Siegern bei der Kostümprämierung kürten die Jecken einen vornehmen englischen Gentleman und das Trio Robin Hood, Little John und Marian. Federführend für die Programmgestaltung zeichneten Jutta Gillmann, Sina Taake und Ralf Wegerhoff verantwortlich. Ein dickes Dankeschön ging an das Küchen-, Service- und Technik-Team sowie Annemie Nösel für tatkräftige Unterstützung.

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