Halveraner zetteln Schlägerei an

Oberbrügge: Großeinsatz der Polizei auf Feuerwehrfest

Oberbrügge - Ein jähes Ende nahm das bis dahin überaus friedliche und gut besuchte Feuerwehrfest des Löschzugs Oberbrügge-Ehringhausen am Donnerstagabend. Sieben junge Halveraner zettelten eine Schlägerei an und sorgten so für ein Großaufgebot der Polizei.

Es war gegen 19 Uhr, als ein 21-jähriger, stark alkoholisierter Besucher des Himmelfahrt-Festes gegen eine Außenbeleuchtung trat. Als der Halveraner trotz mehrmaliger Aufforderung der Organisatoren seine Aggressionen nicht in den Griff bekam und auch einem Platzverweis nicht folgte leisten wollte, informierten Mitglieder der Frewilligen Feuerwehr die Polizei in Halver, die zwei Beamte nach Oberbrügge schickte.

Wie Polizeisprecher Dietmar Boronowski mitteilte, wehrte sich der 21-Jährige gegen den durch die Polizisten ausgesprochenen Platzverweis aber lautstark sowie mit Händen und Füßen. Der Tumult rief sechs weitere – offenbar stark alkoholisierte – Besucher des Festes auf den Plan, die unter Hasstiraden auf die zwei Halveraner Beamten losgingen.

Da die Situation außer Kontrolle zu geraten drohte, forderten die Polizisten Verstärkung an. Laut Beobachtungen waren kurze Zeit später acht Einsatzwagen vor Ort. „Die Kollegen wurden aufs Übelste beschimpft“, so Boronowski, die Randalierer traten und schlugen zudem nach den Beamten. Die Schlägerei endete für die sieben Halveraner schließlich in der Ausnüchterungszelle der Polizeiwache in Lüdenscheid. Es wurde Anzeige erstattet.

Die bis dahin friedlich Traditionsveranstaltung am Anemonenweg wurde nach Abzug der Beamten vorzeitig beendet.

„Es ist ein bedauerliches Ende“, äußerte sich am Freitag auf Anfrage des AA Stadtbrandinspektor Stefan Czarkowski. Es sei schade, dass das bei der Feuerwehr und der Bevölkerung seit Jahren beliebte Fest aufgrund einiger Jungs, „die ihren Alkoholkonsum nicht im Griff haben“, beendet werden musste. Seit vielen Jahren feiere man nun friedlich an Himmelfahrt, das wolle man sich auch durch das Fehlverhalten einiger weniger nicht kaputt machen lassen, betonte Czarkowski. „Wir lassen uns nicht unterkriegen und werden in Zukunft noch früher und konsequenter gegen Querulanten vorgehen.“ Der Tag der offenen Tür am Samstag fände in jedem Falle statt, machte der Wehrleiter klar.

Rubriklistenbild: © dpa

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