Händewaschen nicht vergessen

Eigentlich sie sie kerngesund. Für ein Foto putzen sich Cathy, Ela Naz und Julien aus dem evangelischen Kindergarten „Pusteblume“ aber trotzdem mal die Nase.

Halver - Taschentücher, Nasenspray und ein dicker Schal – viele Halveraner müssen sich derzeit gegen hartnäckige Erkältungs- und Grippeviren zur Wehr setzen. Die Lage in den Kindergärten und Schulen ist zweigeteilt.

Am meisten haben die Mitarbeiter des evangelischen Kindergartens Pusteblume zu kämpfen. Schlug noch vor einer Woche die Grippe bei den Kindern und Erzieherinnen zu, so machen derzeit Magen-Darm-Erkrankungen die Runde. Am Montag fehlten in der Einrichtung am Bächterhof die Hälfte der Kinder.

Von 15 Kindergärtnerinnen fielen fünf wegen Krankheit aus, teilt Erzieherin Sandra Nordmeier auf Anfrage des Allgemeinen Anzeigers mit. „Wir waschen immer gründlich die Hände. So schützen wir uns vor den Erregern“, sagt Nordmeier. Ebenso wie im Kindergarten Pusteblume, zählt die Reinigung der Hände auch in allen anderen Einrichtungen zu täglichen Routine und trägt somit zum Schutz vor Ansteckungen bei.

„Die Kinder lernen spielerisch die richtige Hygiene. Dazu gehört nicht nur, wie man die Hände richtig wäscht, sondern auch, dass man Taschentücher sofort wegschmeißt und lieber in den Ellbogen, als in die Hand niest“, sagt Petra Gelhart von der DRK-Kindertagesstätte.

Dort haben sie das Schlimmste schon hinter sich: „Im Januar hatten wir eine Fieber-Welle in der Einrichtung. Mittlerweile hat es sich aber wieder normalisiert“, so Gelhart.

Das kann auch Doris Teske bestätigen. Im Awo-Kindergarten „Wundertüte“ war es in den vergangenen zwei Wochen „richtig heftig“. Die Hälfte der Erzieherinnen und bis zu 30 Kinder wurden von einer Erkältung niedergestreckt. Teske: „Langsam geht es wieder bergauf.“

Und während es am Anne-Frank-Gymnasium und an der Realschule krankheitsbedingt bisher ganz friedlich abläuft, vermeldete der Schulleiter der Ganztagsschule Norbert Lienesch auch dort einige grippebedingte Ausfälle: „In den vergangenen zwei Wochen fielen bis zu 20 Prozent des Kollegiums aus. Vereinzelt meldeten sich in den Klassen die Hälfte der Schüler mit einem Infekt vom Unterricht ab.“

Doch Grund zur Sorge sehen die Halveraner und Oberbrügger nicht. Und das müssen sie auch nicht, sagt Apotheker Claus Wunderlich von der Alte-Hirsch-Apotheke: „Von einer Grippewelle – wie in den vergangenen Wochen oftmals passiert – würde ich momentan nicht sprechen.“

Für die Jahreszeit seien die Ausfälle und Krankheitszahlen ganz normal. Dass sich der Absatz an Schnupfen- und Erkältungsmitteln erhöhe, entspreche der Jahreszeit und sei normal. „Dramatisch ist es aber keinesfalls.“ Der Apotheker bescheinigt: „Die Halveraner sind robust.“

Von Friederike Domke

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