Grippewelle: Halver hustet heftig

Die Halveraner hat’s erwischt: Viele stürmen derzeit wegen der Grippewelle die Arztpraxen.

HALVER - Sie husten viel. Sie haben starken Schnupfen. Und hohes Fieber. Viele Halveraner hat’s erwischt - die Grippewelle ist längst auch hier angekommen. Das stellt vor allem die Mediziner auf eine harte Probe.

„Täglich kommen zwischen 20 und 30 Prozent mehr Patienten in die Praxen als sonst“, erklärt Internist Hartmut Rohlfing auf Anfrage unserer Zeitung. Der Sprecher der Halveraner Ärzteschaft spricht von einer deutlichen Zunahme der schweren Erkältungen. Und das bereits seit knapp drei Wochen.

Einige der Patienten haben dann auch tatsächlich die Grippe - wie viele, das lasse sich nicht genau sagen. Denn die Symptome seien sehr ähnlich. Einen speziellen Test per Abstrich, der in anderen Städten in NRW gefordert wird, hält der Experte nicht für notwendig. Das sei nur eine unnötige Geldausgabe. Ändern würde sich dadurch nichts. Nur wer innerhalb der ersten zwei Tage entsprechende Medikamente nehme, könne ohnehin das Schlimmste abwenden. Und die meisten kämen erst nach dieser Zeit.

Fest steht: Die Erkrankten sind deutlich länger außer Gefecht gesetzt als sonst. „Normalerweise ist das nach drei bis vier Tagen überstanden. Diesmal braucht es aber circa ein bis zwei Wochen“, sagt Hartmut Rohlfing.

Besonders schlimm erwischt hat es zahlreiche Schüler und Arbeitnehmer. Viele müssten für längere Zeit krankgeschrieben werden. An den Halveraner Schulen gibt es daher haufenweise Ausfälle: Vor Kurzem fielen gleich fünf von 20 Lehrern der Grundschule „Auf dem Dorfe“ aus - und auch viele Schüler fehlen aufgrund von Fieber, Erkältung & Co.. An der Ganztagsschule waren bislang nur zwei Lehrer betroffen und auch einige Jugendliche mussten Zuhause bleiben. Die Lehrer der Realschule hat es laut Schulleiter Friedhelm Schröder bislang auch noch nicht „erwischt“. „Dafür ist aber eine ganz erhebliche Rate an Schülern erkrankt. Knapp ein Sechstel der Schüler fehlen.“ Beim Anne-Frank-Gymnasium „wirkt sich die Grippewelle nicht aus“, wie Schulleiter Paul Meurer erklärt.

Hartmut Rohlfing rät als Mediziner dazu, sich genügend auszuruhen: „Die Bettruhe einzuhalten, ist äußerst wichtig. Zum einen, um den Körper zu schonen. Zum anderen, um Kollegen und Mitschüler nicht anzustecken.“ Auffällig sei, dass gerade ältere Halveraner, die sich in den vergangenen Jahren regelmäßig impfen ließen, weniger von der Grippewelle betroffen seien. „Ich kann wirklich nur dazu raten, vom Impfrecht Gebrauch zu machen und sich im kommenden Jahr vor der Grippe zu schützen“, so Rohlfing. Lisa-Marie Weber

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