Granaten-Explosion: Polizei prüft Ursachen

Geborsten und verrostet: Wer oder was ließ diese Granaten explodieren? ▪ van de Wall

OBERBRÜGGE ▪ Ob die Weltkriegs-Handgranaten im Wald am Hirschberg am Dienstagabend tatsächlich einen Waldbrand auslösten oder es umgekehrt so war, dass brennender oder glühend heißer Waldboden das uralte Teufelszeug explodieren ließ, prüft die Polizei derzeit noch.

Beide Varianten seien denkbar, wobei es bei beiden auch noch Fragen gibt, erklärte Polizei-Pressesprecher Norbert Pusch am Donnerstag. Zum einen seien die geborstenen Überreste der Stielhandgranaten völlig verrostet gewesen, was für eine lange Liegezeit im Wald spreche, berichtete Pusch, der selbst vor Ort war. Wäre die Kriegsmunition dagegen über Jahrzehnte aufbewahrt und jetzt verbotenerweise von unbekannten Tätern zur Detonation gebracht worden, hätten die Metallreste vermutlich anders ausgesehen.

Allerdings betonte Pusch auch, dass gegen die Auslösung durch Hitze sprechen würde, was Anwohner am Dienstag gegenüber unserer Zeitung berichtet hatten: Diese Zeugen wollten schon seit längerem und zuletzt noch am Sonntag ein Knallen im Wald gehört haben. In diesem Fall hätte der Waldbrand schon mindestens zwei Tage lang vor sich hin schwelen müssen. Daher sei die Frage, ob es Täter gibt oder nicht, noch keineswegs geklärt.

Da der Polizei laut Pusch noch keine protokollierte Aussage zu früheren Detonationen vorliegt, bittet die Polizei die Zeugen, die schon vor dem Dienstagabend entsprechende Geräusche vernommen haben, dringend, dies nun auch bei der Polizei in Lüdenscheid unter der Rufnummer 0 23 51 / 9 0 9 9 0 anzugeben. ▪ Thomas Hagemann

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