Graffitis sorgen für Ärger in Oberbrügge

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Die jugendlichen Spryer erwartet ein Verfahren wegen Sachbeschädigung. ▪

HALVER ▪ In der Nacht von Samstag auf Sonntag, 12. und 13. Mai, fasste die Polizei sieben jugendliche Täter in Oberbrügge. Die Jugendlichen im Alter von 15 bis 17 Jahren wurden auf frischer Tat erwischt – beim Graffiti sprühen im Bereich rund um die Grundschule „Am Nocken“.

Die Täter sprühten unter anderem an eine Garage an der Heerstraße, an verschiedene Elektrokästen und Gebäudeteile sowie an die Grundschule in Oberbrügge. Erwischt werden konnten die Jugendlichen durch aufmerksame Anwohner, die in den späteren Abendstunden Lärm hörten und beobachteten, wie die Jugendlichen sich an einer Garage zu schaffen machten. Aufgrund einer genauen Täterbeschreibung war die Polizei in der Lage, noch in der selben Nacht – gegen 24 Uhr – die sieben Jugendlichen aufzufinden.

Laut Paragraph 303 Strafgesetzbuch „blüht“ den Täter nun eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren oder eine erhebliche Geldstrafe. Durch das junge Alter der Täter stehe, so erläutert Peter Bauer vom Jugendkommissariat-Süd, zunächst einmal nicht nur die Strafe im Vordergrund, sondern auch die richtige Erziehungsmaßnahme. Dadurch soll den Jugendlichen beigebracht werden, dass Sachbeschädigung eine Straftat ist und natürlich Konsequenzen mit sich führt. Deshalb arbeitet das Kommissariat auch besonders eng mit den Jugengerichten und

-ämtern der verschiedenen Städte im südlichen Märkischen Kreis zusammen, um letztlich auch weitere Vergehen und Wiederholungstaten zu verhindern.

Grundsätzlich sieht Peter Bauer Halver aber nicht als „Graffiti-Problemzone“, auch wenn sich Einzelfälle nicht verhindern lassen würden. Im ersten Quartal 2012 seien in Halver gerade einmal acht Fälle von Sachbeschädigung gemeldet worden, vier weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Bürgern, die häufiger von so genannten Sprayern belästigt werden, empfiehlt der Polizeibeamte auf jeden Fall eine Anzeige zu stellen. Darüber hinaus sollten sich Geschädigte an einen professionellen Maler wenden, denn es gebe durchaus Möglichkeiten, es den „Graffitikünstlern“ so schwer wie eben möglich zu machen, ihr Werk auf die Wand zu bringen. Zudem würde es Farben geben, die ein leichteres Entfernen der Schmiererei ermöglichten.

Grundsätzlich empfiehlt die Polizei, Graffitis schnellstmöglich zu entfernen. Denn es gebe durchaus Täter, die dann versuchen würden, ihre Schmiererei weiter zu vervollständigen. Auf der anderen Seite könnte ein Graffiti, je länger es vorhanden bliebe, auch die Konkurrenz auf den Plan rufen, die sich dann nebenan „verewigen“ würden.

Die Polizeibeamten sahen von einer Festnahme der Täter ab, nahmen die Personalien der Jugendlichen auf, um Anzeige wegen Sachbeschädigung zu stellen. Einem Verfahren werden sich die Täter stellen müssen. ▪ md

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