"Albert Singers" erleben im Kölner Dom besonderen Moment

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Ein besonderer Moment: Für drei Lieder durften sich die „Albert Singers“ im Kölner Dom aufstellen.

HALVER -  Ein Auftritt im Kölner Dom – für den Gospelchor „The Albert Singers“ aus Halver-Oberbrügge markierte das den Höhepunkt des Ausflugs nach Köln. Am vergangenen Samstag starteten die Sänger mit der Bahn in Schwelm und wurden – kaum in Köln angekommen – mit Dudelsackmusik auf der Domplatte empfangen.

Der Chor war geschlossen im „The Albert Singers-T-Shirt“ unterwegs – für Außenstehende also gut erkennbar. Lange musste der Dudelsackspieler nicht um eine gemeinsame Musikeinlage bitten. „Amazing Grace“ zauberte, so berichteten die Chormitglieder, vielen Passanten ein Lächeln ins Gesicht.

Nach dem Auftritt stärkten sich die Sängerinnen und Sänger mit einem Picknick. Dann hieß: Stimme ölen und einsingen! Denn: Mit der offiziellen Erlaubnis von Domprobst Dr. h.c. Norbert Feldhoff durften die Halveraner im Kölner Dom singen. „Ganz ehrlich, das ist so ein tolles Gefühl. Wir haben im Dom einem der Verantwortlichen unsere Genehmigung gezeigt und dann durften wir eine dieser dicken roten Kordeln, die manche Bereiche im Dom absperren, zur Seite machen und auf der Chortreppe Aufstellung nehmen. Wenn einem bewusst wird, dass man gerade im Kölner Dom singt, das sorgt schon für Gänsehaut“, fasst Andrea Reich, 1. Vorsitzende des Gospelchors, die Gefühle der Sänger in Worte. Schon bei den ersten Tönen war den „Albert Singers“ die Aufmerksamkeit der Dombesucher sicher: „Es drehten sich alle um. Zumindest fühlte es sich für uns so an!“, erzählt Andrea Reich. Viele Besucher seien näher gekommen, um mit Kamera oder Handy dieses Konzerterlebnis festzuhalten.

Unter der Leitung von Chorleiter Matthias Ortman sangen die Mitglieder des Gospelchores die Stücke „Ain’t got time to die“, „Waiting for the Lord“ und „The 23rd Psalm“. „Vielen fragten, ob wir denn nicht noch ein bisschen länger singen könnten, oder ob wir das noch mal machen“, freut sich Andrea Reich über den Zuspruch ihres Publikums.

Für Chormitglied Melissa Scholz war der Auftritt im Kölner Dom ein ganz besonderes Erlebnis. Die Amerikanerin hatte in der Schule Deutsch gelernt – in ihrem amerikanischen Klassenzimmer habe ein Bild des Kölner Doms gehangen. Beim Schüleraustausch habe sie als Teenager dann zum ersten Mal leibhaftig vor dem Gotteshaus gestanden. „Und jetzt lebe ich schon so lange in Deutschland, kann die Sprache, bin super integriert. Und dann singe ich im Kölner Dom – auf Englisch!“, lacht Melissa Scholz.

Bei einer anschließenden Stadtführung unter dem Motto „Köln in Anekdoten“ erfuhren die Halveraner Sänger viel über Tünnes und Schäl, Willi Millowitsch oder das G8-Treffen im Römisch-Germanischen Museum. Und dann folgte auch schon der nächste öffentliche Auftritt. In einem Brauhaus am Heumarkt „ölten“ die „Albert Singers“ ihre Stimmen und beschallten die Gäste, die viel Applaus für die Darbietung spendeten. Ganz ähnlich verlief die „Probe auf der grünen Wiese“ am Rheinufer.

Dass die Halveraner sich in kurzer Zeit einen Namen in der rheinischen Metropole machen konnten, zeigt folgende Anekdote: In einem großen Brauhaus sprach der Köbes die Sänger an: „Albert Singers, Albert Singers, ich seh den ganzen Tag schon diese T-Shirts in der Stadt.“ Ihre letzte Gesangseinlage vor der Heimfahrt gaben die Sänger im Brauhaus „Schreckenskammer“ – wieder zur Freude der Gäste.

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