Wartehäuschen vogelsicher machen

+
Streifen auf Fenster von Martina Hesse.

Halver - 100 Millionen Vögel sterben in Deutschland jährlich beim Aufprall gegen Glasscheiben. Doch es gibt Lösungen. 

Durcheinen Artikel und den Leserbrief von Kurt Rainer Langsdorf, nahm sich Martina Hesse vor, wirklich etwas dagegen zu tun. Ihre Fenster sind jetzt keine Gefahr mehr für Vögel – die Methode will sie nun auch der Stadt vorschlagen. 

Das Haus der CDU-Fraktionsvorsitzenden ist komplett in Efeu gehüllt und ihr Garten gleiche im Sommer einem Dschungel. Vogelfreundlich ist er allemal, aber der rege Flugverkehr war nicht ungefährlich. Regelmäßig kollidierten die unterschiedlichsten Arten mit dem großen Wohnzimmer- sowie dem kleinen Küchenfenster. 

„Das tut mir immer so Leid. Am schlimmsten war es, als ein Eichelhäher gegen die Scheibe flog“, sagt sie. „Aber auch ein Amselpaar flog gemeinsam gegen die Scheibe - beide waren auf der Stelle tot.“ Um dem ein Ende zu setzen, hing sie Dekoration in die Scheiben und stellte die Fensterbank voll – ohne Erfolg. 

Kein Vogel fliegt mehr gegen die Scheibe

Im Leserbrief empfahl Langsdorf eine Firma, die darauf spezialisiert ist, Fenster sicher zu gestalten, in dem sie UV-Licht reflektieren. Zwei verschiedene Varianten testet Hesse bereits seit einiger Zeit. „Seitdem fliegt kein Vogel mehr gegen die Scheibe.“ Sonst sei es regelmäßig vorgekommen. Beide Varianten funktionieren, jedoch ist die Möglichkeit mit den Streifen auf den Scheiben nicht so schön wie die mit Vogelsilhouetten, die komplett durchsichtig sind. Auf dem großen Fenster sind 14 Stück geklebt. „Aber man sieht es nicht.“ Die Vögel jedoch sehen eine Reflexion. 

Schon im Ausschuss für Planung und Umwelt vergangenes Jahres verteilte die CDU-Fraktionsvorsitzende Flyer der Firma, die die „Birdsticker“ herstellt. Im kommenden Bauausschuss will Hesse noch einmal darauf hinweisen. 

„Die Wartehäuschen am ZOB Schulzentrum sollen komplett aus Glas gebaut werden“, sagt sie. Dadurch sollen Angsträume verringert werden. „In diesem Zuge könnten sie direkt vogelsicher gemacht werden.“ Sie möchte Michael Schmidt vom Bauamt der Stadt für das Thema sensibilisieren. Wenn es aufgegriffen wird, könnten Gefahren für Vögel nachträglich verringert werden und auch nicht neu entstehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare