Glättesensoren sollen B 229 bald sicherer machen

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Ein grauer Kasten für größere Sicherheit im Straßenverkehr: Die Glättemeldeanlage der Firma „boschung“ soll bald per Funk Wetterdaten von der B 229 zur Straßenmeisterei Lüdenscheid senden.

HALVER ▪ Bei Schnee und Glatteis gibt es Orte in Halver, die Autofahrer gerne meiden. Die B 229 bei Schmalenbach ist so ein Ort. Wenn man berufsbedingt nicht zwingend mit dem Auto zwischen Stadtmitte und Schwenke unterwegs sein muss, spart man sich die Tour bei eiskalten Niederschlägen lieber – schließlich kommt es dort bereits ohne Schnee und Eis immer wieder zu Unfällen.

Wenn man so will, kann der Bereich als „Unfallschwerpunkt“ bezeichnet werden. Ein Grund für die Straßenmeisterei Lüdenscheid des Landesbetriebs Straßen.NRW, hier künftig ganz genau auf den Straßenzustand zu schauen.

Seit einigen Wochen zeugt ein unscheinbarer, grauer Kasten von dem Bemühen, die Bundesstraße in diesem Abschnitt ein wenig sicherer zu machen. „Glättemeldeanlage“ nennt der Fachmann das Gerät, das mit Antenne und Sensoren versehen ist, um fleißig Daten zu sammeln und zu verschicken. „Sensoren in der Fahrbahn ermitteln die aktuelle Temperatur des Straßenbelags. So können wir später jederzeit sehen, ob ein verstärkter Einsatz in diesem Gebiet nötig ist“, erklärt Thomas Rasche von der Straßenmeisterei in Lüdenscheid.

Bekannt sind solche Anlagen bislang vor allem von Autobahnen: Dort hat die Messung der Straßentemperatur fast schon Tradition. Stück für Stück soll nun auch das übrige Straßennetz mit den entsprechenden Geräten ausgestattet werden. „Noch verfügbare Bundesmittel ermöglichen jetzt zunächst einmal die Installation an Bundesstraßen“, so Rasche. Und so verfügt die Straßenmeisterei über gleich zwei Glättemeldeanlagen in ihrem Einzugsgebiet: zum einen an der Volmestraße (B 54) in Brügge, zum anderen eben in Halver. „Dort haben wir durch die Dreispurigkeit und die angrenzenden Wälder und Wiesen einen besonders sensiblen Bereich“, weiß Thomas Rasche.

Allerdings haben die Mitarbeiter von Straßen.NRW bis dato noch nichts von den neuen Anlagen: „Noch fehlt der entsprechende Computer, der die Signale der Geräte empfängt.“ Per Mobilfunknetz würden die Wetterdaten an die Empfänger gesendet – so sie denn einsatzbereit sind. „Dann hätten wir ein weiteres Kriterium, wenn es um die Bestimmung der Einsätze geht“, sagt Thomas Rasche. Denn im Winter schätze der Einsatzleiter jeden Morgen um 3 Uhr die aktuelle Wetterlage ein, um die Mitarbeiter bei Bedarf loszuschicken. Bislang funktioniert das jedoch auch ohne Auswertung der Glättemeldeanlagen gut: „Schließlich haben wir noch keinen besonderen Schneefall zu verzeichnen“, spricht Rasche bislang von einem ruhigen Winter. ▪ Frank Zacharias

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