Gewerbegebiet: Nähe zur A 1 als Vorteil

Landwirtschaft statt Industrie: Auf dem geplanten Gewerbegebiet Oeckinghausen Ost ist reichlich Platz. ▪ Fraune

HALVER ▪ Die Firma Mekon zieht es mit seinen 35 Mitarbeitern ins Gewerbegebiet Rosmart. Die Nachbarstädte Meinerzhagen und Kierspe haben jetzt den ersten Spatenstich für das interkommunale Gewerbegebiet Grünewald gesetzt und in Halver ist die vorgesehene Erweiterung des Gewerbegebietes Oeckinghausen weiter nur Zukunftsmusik.

Ganz unter dem Motto „Nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint“, zeigt sich Bürgermeister Dr. Bernd Eicker dennoch wenig beunruhigt ob der aktuellen Ereignisse.

Die beiden neuen Gewerbegebiete würden zwar nah an der A 45 liegen, dafür könne Halver mit der weiter westlichen Lage und der Nähe zur A1 punkten – was auch bei der Ansiedelung von Leoni den Ausschlag gegeben hätte. „Deswegen kann man nicht unbedingt von Konkurrenz sprechen“, ist Eicker nicht bange ob der weiteren Flächen für Betriebe. Der Bürgermeister sieht das Gewerbegebiet Oeckinghausen Ost außerdem vorwiegend als mögliche Erweiterungsfläche für Halveraner Unternehmen, für die Lüdenscheid oder Meinerzhagen zu weit seien. „Zielrichtung ist die Wirtschaftsförderungspolitik heimischer Unternehmen.“

Und hier tut sich im Hintergrund in diesem Jahr zumindest schon einmal etwas mehr als in den Kalenderjahren 2008 und 2009, freut sich der oberste Wirtschaftsförderer der Stadt. „Vereinzelte Anfragen sind eingegangen.“ Sollte ein Unternehmen einen größeren Flächenbedarf anmelden und nicht auf die noch vorhandenen Gewerbeflächen mit einer Größe von insgesamt einigen Hektar ansiedeln wollen, könne schnell reagiert werden, verspricht Eicker. „Im Moment besteht aber kein akuter Handlungsbedarf.“

Bei der Frage nach der Erschließung des Gewerbegebietes Oeckinghausen Ost müssten natürlich auch die Kosten beachtet werden. Daher gelte es hier gewissenhaft an das Thema heranzugehen, unterstreicht der Bürgermeister. „Eine Erschließung wäre mit hohen Kosten verbunden.“ Durch die Wirtschaftskrise habe es außerdem lange keine Nachfrage und keinen Handlungsbedarf gegeben.

Den Fortzug der Firma Mekon will der Bürgermeister nicht als Negativbeispiel gelten lassen. Bereits vor vier Jahren hätte es in der Sache Gespräche gegeben. Letztlich habe nicht die Fläche an sich den Ausschlag für den Fortzug in das interkommunale Gewerbegebiet von Lüdenscheid und Altena gegeben. Es seien vielmehr „firmeninterne Gründe“ gewesen. Die Stadt hätte sich „konstruktiv und kooperativ“ gezeigt. ▪ Marco Fraune

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