Getanzte Träume: Israelische Gruppe verabschiedet sich aus Halver

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Der „Tanz für Naomi“ drehte sich um die Liebe. Dabei ging es unter anderem ums Flirten, Kokettieren und die berühmten Schmetterlinge im Bauch.

Halver - Getanzte Träume ließ die Gruppe Hora Aviv Pardess Hanna Karkur aus Israel am Mittwochabend in der Aula des Anne-Frank-Gymnasiums wahr werden. Gleichsam ein Heimspiel erlebten die jungen Israelis am Vorabend ihrer Rückreise nach Israel.

Vor voll besetzten Rängen verzauberten sie beim vierten Auftritt ihres diesjährigen Jugendaustauschbesuchs mit einem Programm aus einem Guss. Zum Abschluss ihres gefeierten Tanzabends, der sich durch eine Fülle bezaubernder Choreographien und Tanzdarbietungen auf hohem Niveau auszeichnete, holten die jungen Tänzer ihre Zuschauer – darunter die Gasteltern mit ihren Familien – sogar auf die Bühne und tanzten gemeinsam mit Jung und Alt Folkloretänze aus Israel.

Zu Csárdás-Klängen wirbelten die Paare beim ungarischen Tanz über die Bühne.

Das Leben aus mehreren Perspektiven beleuchtet

Ein facettenreiches Programm, das das Leben in Israel aus unterschiedlichster Perspektive beleuchtete, brachten die 15- bis 19-Jährigen aus Pardess Hanna Karkur im Distrikt Haifa zu ihrem Tanzabend mit. Vier Blöcke waren den verschiedenen Kulturen, die in Israel aufeinandertreffen, dem universalen Thema Liebe, der Religion und den Landschaften des Landes gewidmet.

Die Gruppe gewährte durch ihre Tänze Einblick in das Leben im Vielvölkerstaat Israel.

Charmant und galant, mit fundiertem Hintergrundwissen, führte Karl-Heinz Burghof durch das Programm. Wie bei früheren Auftritten der Folkloretanzgruppe waren die Kostüme eine wahre Augenweide. Mit einem persischen Tanz, der pure Lebensfreude versprühte, einer italienischen Tarantella, einem ungarischen Csárdás mit typisch anziehendem Tempo und einem poetischen spanischen Tanz gewährte die Gruppe in ausdrucksstark erzählten Tanzgeschichten Einblick in das Leben im Vielvölkerstaat Israel. Wirbelten beim Csárdás die Paare schneller und schneller über die Tanzfläche, zog beim spanischen Tanz zärtliche Poesie in ihren Bann.

Der persische Tanz, mit dem die Gruppe aus Israel ihren Tanzabend eröffnete, versprühte pure Lebensfreude.

Zum Themenblock „Liebe“ bot die Stippvisite bei jemenitischen Tänzen, bei denen es ums Flirten, Kokettieren und die berühmten Schmetterlinge im Bauch ging, einen nahtlosen Übergang. Von großen Ensembleszenen mit allen 23 Akteuren – mehrheitlich Mädchen – bis zum innigen, gefühlvollen Pas de deux reichte die Spanne.

Tanz über die unglückliche Liebe

Ein Höhepunkt war der ausdrucksstarke Tanz, der die unglückliche Liebe versinnbildlichte. Bei verschiedenen Glaubensrichtungen und Festen des Judentums – angefangen beim Chassidismus bis zum Fest der Freude (Simchat Tora) – machte die Gruppe bei ihrer getanzten Reise durch Israel Halt. Ebenso bei den Landschaften des kleinen Landes, die von Bergen im Norden bis zur Wüste im Süden reichen. Um Erntesegen, die lebensspendende Kraft des Wassers, Jerusalem und das Hirtendasein ging es in den bildhaft und lebendig erzählten Geschichten.

Zur italienischen Tarantella gehörte das Tambourin dazu. Die 15- bis 19-Jährigen präsentierten ein abwechslungsreiches Programm.

Ein glückliches Händchen bewiesen Choreographin Roni Galpert und Stav Lavy (Moderner Tanz) bei der Auswahl der Musik, die sie mit maßgeschneiderten Choreographien, folkloristischen Elementen und modernem Ausdruckstanz mit Leben füllte. Gleichsam als Dankeschön für tosenden Applaus ließ die Gruppe um Managerin Carmit Fuchs Blumen in einem Blumentanz sprechen.

Ein emotionaler Abschied

Sehr emotional geriet der Abschied von Jugendaustausch-Organisatorin Andrea Reich und ihrer Mitstreiterin Beate Turck. „Es waren super tolle Tage“, fasste Andrea Reich den Besuch zusammen. „Die Gruppe war großartig.“ Ein Riesendankeschön ging an die Gasteltern, die die Jugendlichen aufgenommen hatten.

Traditionelle Kostüme begleiteten die Reise in die religiöse Welt. Wie bei den vergangenen Auftritten waren die Verkleidungen wieder eine Augenweide.

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