Beschädigte Bronzetafel muss in Profi-Hände

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In der Nacht auf den 26. Februar wurde eine Bronzetafel des Ehrendenkmals im Hohenzollernpark gestohlen, eine andere wurde stark beschädigt und soll repariert werden.

Halver - Gut anderthalb Monate sind vergangen – am 27. Februar hatten Unbekannte eine Bronzetafel des Ehrendenkmals im Hohenzollernpark gestohlen. Von ihr fehlt bis heute jede Spur. Und eine Rekonstruktion gestaltet sich als äußerst schwierig.

Von Friederike Domke

Von den insgesamt vier Tafeln sind nur noch drei da. Zwei hängen nach wie vor fest an ihrem Platz am Ehrendenkmal, auf die dritte hatten es die Täter in der Februarnacht zwar auch abgesehen, sie aber aus ungeklärten Gründen glücklicherweise nicht abmontieren können. Vermutlich waren sie gestört worden.

Die Mitarbeiter des Bauhofes hatten sie verbogen und halb abgeschraubt an jenem Morgen vorgefunden. Seitdem lagert die Tafel auf dem Gelände des Baubetriebshofes. Zwischendurch wurde sie an eine Halveraner Firma zur Reparatur weitergegeben. Die allerdings hatten sich an das Geradebiegen der Bronzetafel nicht herangetraut. Denn es bestehe die Gefahr, dass die Tafeln auseinanderbrechen, teilte der Betrieb mit. Die Arbeit an der Bronzetafel sollte von einem speziellen Bronzeschmied erledigt werden, der sich dem Material anzunehmen weiß.

Hier finden Sie den Bericht aus dem Februar:

Diebe reißen Tafel vom Ehrenmal heraus

Nach der Fertigstellung soll sie dann wieder alsbald ihren Platz an der Stele des Ehrendenkmals einnehmen, teilte Michael Luedtke vom städtischen Bauamt mit.

Noch nicht sicher ist aber bisher, ob die gestohlene Tafel ersetzt werden soll oder besser gesagt kann. Denn derzeit scheitere es an den notwendigen Aufzeichnungen. „Laut Aktenlage hatte damals eine private Initiative die Errichtung des Ehrenmals angestrebt“, sagt Stadtarchivar Martin Witscher. Er hatte sich in den vergangenen Wochen darum bemüht, die eingravierten Namen auf der gestohlenen Tafel ausfindig zu machen – bisher ohne Erfolg.

Auch die Suche im Stadtarchiv lieferte bisher keine Namen. Offensichtlich gebe es laut Witscher keine Fotos oder Aufzeichnungen der gestohlenen Tafel. Eine Neuanfertigung gestaltet sich somit als äußerst schwierig, auch wenn es im Interesse der Stadt liegt, das Ehrenmal wieder zu vervollständigen. Helfen könnten auch Fotos von Bürgern, die das Ehrenmal und die gestohlene Tafel (zweite von links) einmal fotografiert haben könnten. Sie können sich mit Stadtarchivar Witscher montags unter 0 23 53/7 31 18 in Verbindung setzen.

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