Baubeginn erst im April 2013

Thorsten Schick und Bürgermeister Dr. Bernd Eicker trafen sich zum Gedankenaustausch.J Foto: F. Zacharias

OBERBRÜGGE - Er ist Landtagsabgeordneter und als solcher zugleich Mitglied im Bau- und Verkehrsausschusses für Nordrhein-Westfalen: Dass Thorsten Schick (CDU) bei einem Besuch in Halver also auch auf die Heerstraße angesprochen werden würde, war absehbar. Zumal es hinsichtlich der Oberbrügger „Hauptstraße“ - erneut - Verzögerungen gibt.

Erst einen Monat ist es her, dass der AA die Verschiebung des Baubeginns auf den Spätherbst vermelden musste: War zunächst vom Frühjahr, dann vom Sommer die Rede gewesen, rückte der Starttermin immer weiter nach hinten. Als Grund nannte Michael Overmeyer, Sprecher des Landesbetriebs Straßen.NRW, den noch nicht genehmigten Landeshaushalt. Maßnahmen, für die noch keine Verträge abgeschlossen worden sind, mussten in Düsseldorf gesondert genehmigt werden, ehe eine Ausschreibung erfolgen kann. Die Genehmigung liegt jedoch erst seit einigen Tagen vor, so hieß es gestern. Und ein Baubeginn im Spätherbst würde aufgrund des zu erwartenden Wetters keinen Sinn mehr machen - nun hat sich Straßen.NRW den 1. April 2013 als neuen Baubeginn zum Ziel gesetzt.

„Durch den nicht genehmigten Landeshaushalt ist das Projekt ein wenig in die Defensive geraten“, erklärte dann auch Bürgermeister Dr. Bernd Eicker, als er gestern Thorsten Schick im Rathaus begrüßte. Dass der CDU-Abgeordnete, eigentlich für den Märkischen Nordkreis in den Landtag gewählt, überhaupt in Halver vorstellig wurde, lag nicht zuletzt an seinem Parteibuch - wie er selber zugab: „Mir ist es ein Anliegen, auch die Bürgermeister im Südkreis aufzusuchen, die meiner Partei angehören.“ Und so berichtete Bernd Eicker seinem Gast nicht nur von zu sanierenden Straßen oder den Regionale-Projekten, sondern auch von der ernsten finanziellen Situation seiner Kommune. Insbesondere das Gemeindefinanzierungsgesetz mit seinen für Eicker ungerechten Verteilungsschlüsseln sei zur Sprache gekommen.

Und so konnte Thorsten Schick mit einem dicken Aufgabenkatalog für die Oppositionsarbeit nach Düsseldorf zurückkehren. Allerdings nicht ohne zu betonen, dass Halvers Verwaltung in Sachen Sparen offenbar bereits bei sich selbst angesetzt habe. Schließlich würde nicht überall der Bürgermeister höchstpersönlich Kaffee einschenken und Tee kochen, erklärte Schick am Ende seines Besuchs mit einem Augenzwinkern. - zach

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