Jung, Boucke: Entlassungen angekündigt

Die Firma Jung, Boucke am Herpiner Weg: Geschäftsführer Hans Ulrich Volz kündigte jetzt einen Personalabbau an. ▪ Archivfoto

HALVER ▪ Schlechte Nachrichten für die Mitarbeiter des heimischen Traditionsunternehmens Jung, Boucke: Im Rahmen einer Betriebsversammlung kündigte Geschäftsführer Hans Ulrich Volz einen noch nicht näher bezifferten Personalabbau an.

Dem AA bestätigte Volz jetzt Pläne, die zu einer Gesundung des Unternehmens beitragen sollen. Über die genaue Zahl der möglichen Kündigungen wollte sich der Geschäftsführer noch nicht äußern. „Die Gespräche mit dem Betriebsrat befinden sich noch im Anfangsstadium“, so Volz. Wie der Geschäftsführer weiter erklärte, verzeichne Jung, Boucke seit August vor allem im Nutzfahrzeugbereich massive Umsatzeinbrüche. In der Folge habe das Unternehmen im September Kurzarbeit eingeführt, die gesetzlich bis Februar Bestand hat. Mit einer Erholung des Marktes bis zu diesem Zeitpunkt rechnet Hans Ulrich Volz jedoch nicht. „Daher müssen wir schauen, wie es dann weitergehen kann.“

Vor fast genau einem Jahr feierte das Traditionsunternehmen Jung, Boucke noch einen „Meilenstein“, wie es damals offiziell hieß: Nach sechs Monaten endete das so genannte Planinsolvenzverfahren, an dessen Anfang mit bis zu 50 Entlassungen gerechnet worden war. Am Ende vermeldete der damals für die Sanierung zuständige Geschäftsführer Dr. Jochen Vogel „nur“ sieben Kündigungen, zwölf Mitarbeiter wurden von einer Transfergesellschaft aufgenommen. Als zentrale Sanierungsmaßnahme trennte sich die Firma im vergangenen Jahr vom Bereich Feinstanzerei, um sich auf das Kerngeschäft, die Massivumformung, zu konzentrieren. „Durch das gute Jahr 2011 konnten wir die Zahl der Kündigungen gering halten“, so Hans Ulrich Volz, der neben den Einbußen im Nutzfahrzeugbereich auch die allgemeinwirtschaftliche Lage für die aktuelle Krise verantwortlich macht. ▪ Frank Zacharias

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