Gerüstet für doppelten Abitur-Jahrgang 2013

Auf der Tanzfläche dürfte es beim Abi-Ball der Abitur-Jahrgangsstufe 2013 auf der Tanzfläche noch voller werden.

HALVER ▪ Im Sommer 2013 wird der so genannte doppelte Abitur-Jahrgang das Anne-Frank-Gymnasium verlassen. Dem organisatorischen Mehraufwand sieht Schulleiter Paul Meurer allerdings gelassen entgegen – aus gutem Grund, sei dieser doch bereits weitestgehend erledigt.

„Wir haben uns im Vorfeld viel Zeit genommen und vorzeitig einen größeren Raum als sonst für den Abi-Ball angemietet“, sagte Meurer gestern Vormittag auf Anfrage unserer Zeitung. Auch der erhöhte Raumbedarf in der Zeit der Abiturprüfungen stelle kein Problem dar: „Wir können auch auf die Aula ausweichen“, so der Rektor des AFG, der betonte, dass „organisatorisch alles weitestgehend reibungslos vonstatten geht“.

Aus 161 Schülerinnen und Schülern besteht der Jahrgang, der 2013 das Abitur am AFG ablegen wird, und damit aus doppelt so vielen Jugendlichen wie der Abi-Jahrgang 2011 . Als Maßstab lässt Meurer die Zahl der Absolventen des diesjährigen Sommers jedoch nicht gelten: „Das war ein kleiner Jahrgang. 2012 werden immerhin 116 Schüler bei uns ihr Abitur machen.“

Den Begriff doppelter Abi-Jahrgang sieht der Schulleiter für das AFG ohnehin als unpassend an. Zwar hätte die Verkürzung der Schulzeit auf zwölf Jahre dazu geführt, dass im vergangenen Jahr die Neuntklässler eine Klasse übersprungen hatten. Allerdingsseien diese gemeinsam mit den Zehntklässlern als Jahrgangsstufe 11 eingeteilt worden.

„Damit haben alle Schülerinnen und Schüler des Abi-Jahrgangs 2013 denselben Startpunkt, was den Lernstoff für das Abitur anbelangt. Das ist der Vorteil der dreijährigen Oberstufe“, erklärte Meurer. Dass einigen Mädchen und Jungen durch das G8-Abitur die Lerninhalte eines Schuljahres fehlen, stellt dem Rektor des AFG zufolge keinen Nachteil dar. „Studien in Essen haben bewiesen, dass es keine signifikanten Unterschiede zwischen den Leistungen der G8- und G9-Schüler gibt“, so Meurer.

Auch der Altersunterschied zwischen den Schülerinnen und Schülern stelle kein Problem dar. Feiern, Klassenfahrten und der Abi-Ball – von vornherein hätten sich die Jugendlichen als eine gemeinsame Jahrgangsstufe verstanden und alle Planungen gemeinsam durchgeführt – und dabei Rücksicht aufeinander genommen. „Weil einige in der Einführungsphase noch keine 16 Jahre alt waren, wurde die erste Party halt vers3choben“, sagte Meurer. Je zwei G8- und zwei G9-Schüler – vertreten die als Stufensprecher Interessen des Jahrgangs.

Die Auswirkungen des doppelten Abi-Jahrgangs halten sich am Anne-Frank-Gymnasium also in Grenzen – und werden wohl erst beim Abi-Ball zu spüren sein: Denn bei einer Zeremonie für 161 Schülerinnen und Schüler dürfte zumindest mehr Sitzfleisch als gewöhnlich gefordert sein. ▪ Sven Prillwitz

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