Geringes Interesse an Ganztagsschule

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Das Interesse am Info-Tag in der Ganztagsschule war – wie bei den Tagen der offenen Tür in der Vergangenheit – wieder einmal sehr gering.

HALVER - Aus dem Tag der offenen Tür ist mittlerweile ein Info-Tag geworden, der in den ganz normalen Alltag der Ganztagsschule integriert ist. Der Grund dafür: Der Aufwand lohne sich für drei Eltern nicht, sagt Christine Meemann.

Von Det Ruthmann

Die kommissarische Leiterin der Ganztagsschule weiß aus Erfahrung, dass sich das Interesse für die Hauptschule auch bei den Anmeldungen nicht übermäßig steigern wird. Im vergangenen Jahr wurden zehn Kinder aus Halver für die Hauptschule angemeldet – und jene aus Schalksmühle.

Die werden in diesem Jahr jedoch – wegen der Primusschule – wegfallen. Aber darin sieht Meemann nicht den Grund, dass es immer weniger Kinder gibt, die zur Hauptschule gehen. „Das ist total rückläufig!“ Nicht zuletzt aus dieser Sicht haben sie als auch der ehemalige Schulleiter Heribert Müller sich für die Errichtung einer Sekundarschule eingesetzt.

Wie es am 17., 18. sowie 19. Februar, den Anmeldetagen der Ganztagsschule, aussehen wird, vermag sie nicht zu sagen, weil es zu viele Unwägbarkeiten gibt: „Ich beteilige mich nicht an Spekulationen.“ Sie geht aber davon aus, dass es zu wenige Anmeldungen sein werden. 18 Anmeldungen sind für eine Eingangsklasse notwendig, damit die Bezirksregierung die Genehmigung erteilt.

In der Vergangenheit gab es aber Sondergenehmigungen: Weil viele Kinder, die es erst an anderen Schulen versuchen, letztlich doch zur Ganztagsschule kommen. „Im neunten Jahrgang platzen wir aus allen Nähten“, erklärt Christine Meemann, dass es in den beiden Klassen jeweils 29 Schüler gibt. Und auch in der fünften Klasse sind es mittlerweile 27 Kinder. In beiden Jahrgängen würde dies auch heißen, dass es keine einfachen, weil emotional schwierigen Schüler sind. Gleichwohl geht die Schulleiterin davon aus, dass die Ganztagsschule ein „auslaufendes Modell“ ist. Am gestrigen Info-Tag waren es bis zum späten Vormittag zwei Elternpaare, die sich die Schule und ihre Möglichkeiten zeigen ließen.

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