Gericht honoriert Wandel eines 19-jährigen Halveraners

HALVER ▪ Wie ein Damoklesschwert schwebte die letzte Entscheidung des Lüdenscheider Jugendrichters über dem 19-jährigen Auszubildenden aus Halver.

Der einschlägig vorbestrafte junge Mann, in dessen Wohnung die Polizei knapp unter einem Gramm eines Marihuana-Tabak-Gemisches gefunden hatte, hätte nach der Entscheidung des Richters im Falle einer weiteren Straftat eine empfindliche Jugendstrafe bekommen. Das Jugendschöffengericht in Lüdenscheid verschob die Entscheidung über eine Strafe, legte eine Bewährungszeit von einem Jahr fest. Zusätzlich sollte der 19-Jährige 300 Euro als Geldbuße zahlen und 60 Sozialstunden ableisten. Zweimal zuvor war der junge Mann schon wegen Drogenbesitzes und -erwerbs mit dem Gesetz in Konflikt geraten.

Der 19-Jährige legte Berufung gegen dieses Urteil ein, die gestern am Landgericht in Hagen verhandelt wurde. Er versuchte dem Gericht deutlich zu machen, dass er sein Leben wieder auf die Reihe bekommen hat und seit der letzten Tat drogenfrei lebt. Auch die Jugendgerichtshilfe bescheinigte dem 19-Jährigen eine positive Entwicklung. Diesen Lebenswandel honorierte das Gericht und änderte die Strafe entsprechend ab. Der 19-Jährige muss jetzt 60 Sozialstunden ableisten, Kontakt zur Drogenberatungsstelle aufnehmen und monatlich sogenannte Drogenscreenings durchführen lassen. ▪ grev

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare