Gericht bestätigt Strafe für eifersüchtige Halveranerin

HALVER/HAGEN ▪ Weil ihre Liebe zu einem Mann nicht erwidert worden war, hatte sich eine junge Studentin in Halver am Fahrzeug ihrer Nebenbuhlerin zu schaffen gemacht. Jetzt kassierte die Frau für den gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr eine Geldstrafe in Höhe von 900 Euro.

Schon das Amtsgericht Lüdenscheid hatte es als erwiesen angesehen, dass die Halveranerin vor zwei Jahren mittels eines Messers die Bremsschläuche am Fahrzeug der Konkurrentin durchtrennt hatte. Kurz nachdem sich das Fahrzeug damals in Bewegung gesetzt hatte, war dem Opfer die nicht mehr funktionierende Bremse aufgefallen. Glücklicherweise hatte die eigene Bremskraft des Wagens in Verbindung mit der noch funktionsfähigen Handbremse einen Unfall verhindern können, so dass die Fahrerin letztlich mit einem Schrecken davongekommen war. Das Amtsgericht verurteilte die Studentin daraufhin zu 900 Euro Geldstrafe und verhängte ein dreimonatiges Fahrverbot. Die sich in erster Instanz kaum geständig zeigende Angeklagte hatte gegen diese Entscheidung Berufung eingelegt.

Am Dienstag wurde ihr Fall vor dem Hagener Landgericht verhandelt. Nun zeigte sich die Frau einsichtig und beschränkte ihre Berufung auf die Überprüfung des Strafmaßes. Sie gab an, dass es nicht ihre Absicht gewesen sei, jemanden zu verletzten. Sie habe der anderen nur einen Schreck einjagen wollen. Am Ende blieb es bei der Geldstrafe. Das Fahrverbot fiel jedoch weg, weil die Angeklagte nicht Fahrzeugführerin gewesen sei, die eine Pflicht verletzt hatte. Dies sei aber Voraussetzung für ein Fahrverbot, so der Richter. ▪ Jana Peuckert

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