Geocaching-Tour durch Halver und am Rande von Schalksmühle

Ein nasses Abenteuer im Wald mit den Kindern

Geocaching-Tour: Noah hat den Cache „Auszeit“ gefunden, der hinter einer Bank in Richtung Wiene versteckt hing und hält ihn in den Händen.
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Geocaching-Tour: Noah hat den Cache „Auszeit“ gefunden, der hinter einer Bank in Richtung Wiene versteckt hing.

Knapp 7 Kilometer und 2,5 Stunden waren wir auf der Suche nach Schätzen im Wald. Dann kam der Regen. Ein Erfahrungsbericht von Geocaching mit der Familie. Bildergalerie im Artikel.

Halver - „Irgendwo hier muss der Cache sein“, sagt Bastian Wolff mit einem Blick auf den elektronischen Kompass. „Wie war noch mal der Hinweis?“, frage ich. „Pack es bei den Wurzeln.“ Für diesen Cache sehen wir uns viele Bäume von unten mal genauer an. Und an einer Wurzel werden wir fündig.

Ganz schön klein sind diese Caches. Und sie können überall sein. Spaziergänger würden sie nicht einfach nebenbei entdecken. Die kleinen schwarzen Dosen kann man nur finden, wenn man sie sucht. Normalerweise liegen die Caches dauerhaft. Für die Geocaching-Tour, die vom Stadtsportverband Halver, dem Gemeindesportverband und dem Stadtmarketingverein Schalksmühle jedes Jahr veranstaltet wird, wurden die Caches extra versteckt und am Ende wieder eingesammelt. In jedem Cache findet man eine neue Koordinate zusammen mit einem Hinweis.

Daumen hoch: Die nasse Redakteurin Sarah Lorencic findet Geocaching super.

Im Waldstück hinter dem Sportplatz an der Susannenhöhe geht die Schatzsuche für unsere Gruppe, bestehend aus meinem Mann Christoph, Sohnemann Emil (4) und mir sowie unseren Freunden Bastian und Dajana Wolff mit ihren beiden Jungen Noah (3) und Jona (8 Monate), am Samstag los. Unsere Startzeit: 12.45 Uhr. Um 11 Uhr begann bereits die erste Gruppe. Aber noch ist keine im Ziel angekommen, sagt Claudia Wrede vom Stadtsportverband Halver. Zwei Stunden sollen wir einplanen, vielleicht auch mehr. Bei der Einführung erklärt uns Ralf Windfuhr vom Stadtmarketingverein Schalksmühle das GPS-Gerät, das wir uns ausleihen dürfen und sagt: Die Caches können überall sein. Sie können irgendwo im Baum hängen, an einem Seil baumeln, irgendwo drin stecken oder auf dem Wasser schwimmen – um nur einige Beispiele zu nennen. Allerdings nur auf öffentlichen Gelände und nicht tief im Wald. Man könnte denken, das macht die Suche einfacher, aber: nein.

Wir laufen durch Wälder und durch Wälder, die keine mehr sind. „Stand alone“ heißt der Cache, „Meine Nachbarn sind weg“ ist der Hinweis. Ein Laubbaum steht kurz hinter dem Sportplatz an der Susannenhöhe auf einem Feld mit abgesägten Fichten. Das einzige Grün in der Nähe. Dort liegt die erste Dose. Zu Beginn war es leicht.

Geocaching-Tour: Schatzsuche bei Regenwetter mit den Kindern

Geocaching-Tour: Schatzsuche bei Regenwetter mit den Kindern

Es geht für uns weiter durch den Wald. Das GPS-Gerät zeigt immer den direkten Weg zum nächsten Cache an, aber den sollte man nicht nehmen. Immer auf den Wegen bleiben ist eine der Regeln. Wir laufen weiter runter nach Carthausen und kommen an dem Teich an der Hälverstraße an. „Schiffe fahren hier nicht mehr“, ist der Hinweis. Wir suchen lange. Laufen den Teich auf und ab und sind kurz davor hinein zu gehen – aber wir wissen ja: Auf privatem Gelände ist nichts versteckt. Wir wechseln die Straßenseite und schauen uns die Umgebung eines Hauses genauer an. Die Kinder pflücken Brombeeren, während wir Eltern denken, dass wir etwas falsch gemacht haben. „Hab ihn!“, ruft mein Mann. Die Dose baumelt an einem Band unter einer Plattform, die über den Schlechtenbach ragt.

Noah und Emil (rechts) haben richtig Spaß bei der Geocaching-Tour durch die Wälder und Felder in Halver.

Weiter ging es wieder in den Wald Richtung Wiene. Und irgendwo in der Tiefe des Waldes finden wir den nächsten Cache einfach nicht. An einer Gabelung war der Hinweis „Der rechte Weg ist nicht immer der beste“. Also suchen wir links. Gefühlte Ewigkeiten. Das kann doch nicht sein, denken wir uns. Auf einmal taucht eine Gruppe auf. Eingeholt – Mist! Aber die Schatzsucher warten geduldig; bestimmt 20 Minuten. Und dann kommen sie und finden den Cache – einfach so. Versteckt auf dem rechten Weg. Den Kindern macht das gar nichts. Die Gruppe desinfiziert den Cache und legt ihn zurück. Eine Corona-Regel bei der Tour. Noah und Emil laufen hin und haben einfach nur Freude daran, die Dose aus dem Erdloch rauszuholen. Überholt gehen wir weiter.

Karsten Zapp ist auf dem Mountainbike auf der Strecke unterwegs und fragt alle Geocache-Teilnehmer, ob alles in Ordnung ist.

Es fängt an zu regnen. Im Wald hören wir die Tropfen auf die Bäume prasseln. Typisches Sauerländer Wetter und sehr schön. Auf einem Feldweg werden wir richtig nass. Bis zum Ziel hört es nicht mehr auf. Wir sind nass bis auf die Haut. Die Nähte der Regenjacken geben nach. Die Kinder aber hüpfen in Pfützen und finden das Wetter bald spannender als die Schatzsuche. So langsam merken wir, dass wir einen Rundweg laufen. Hinterher wird klar, dass es Corona-bedingt sein musste, weil kein Shuttle vom Ziel zurück zum Start fahren konnte. Nach 13 Caches geht es Richtung Ziel. „Guten Appetit“ ist der letzte Hinweis. Am Ziel warten Claudia Wrede und Ramona Schneider vom Stadtsportverband Halver und Klaus-Peter Wiebusch vom Gemeindesportverband. Insgesamt haben 76 Schatzsucher, aufgeteilt in zwölf Gruppen, an der modernen Schnitzeljagd teilgenommen. Am Ende gibt es aber Würstchen, Frikadellen und Kartoffelsalat. Lecker!

Unser Fazit:

Mit viel Mühe wurden die Caches versteckt und die Tour geplant. Uns hat es richtig Spaß gemacht – und den Kindern erst recht. So wird ein Ausflug in die Natur ein kleines Abenteuer.

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