„Geniestreich“ mit exzellenten Solisten

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Sponsor Werner Turck und Kreiskantorin Mary Sherburne blicken den Aufführungen von „Ein Deutsches Requiem“ mit großer Vorfreude entgegen. ▪

HALVER ▪ Kreiskantorin Mary Sherburne bezeichnet es als „Geniestreich“ und persönliches Lieblingslied, Sponsor Werner Turck als „musikalische Botschaft von unvergleichlicher Emotion und Wahrhaftigkeit“. Die Rede ist von Johannes Brahms’ Werk „Ein deutsches Requiem“, das am Sonntag, 20. November, ab 17 Uhr in der katholischen Kirche „Christus König“ präsentiert wird.

„Ich hatte schon immer das Anliegen, das Requiem in einer Zeit zu spielen, in der es angemessen ist. Es geht um die großen Fragen nach Leben und Tod, und der Totensonntag eignet sich besonders dafür“, sagt Sherburne. Brahms habe sein 1868 uraufgeführtes Werk als Trost für Hinterbliebene komponiert, weshalb es auch mit dem Untertitel „Den Menschen, die da Leid tragen“ versehen worden sei.

Sherburne wird die Heinrich-Schütz-Kantorei und das Lüdenscheider Vokalensemble dirigieren – und verspricht, mit Sabine Schneider (Sopran) und Martin Berner (Bariton) zwei „exzellente“ Solisten aufbieten zu können. Komplettiert werden die Musiker vom Neuen Rheinischen Kammerorchester.

„Anzahl der Bläser verschlankt“

Es ist das dritte Mal, dass Mary Sherburne „Ein deutsches Requiem“ leitet. Auch aus diesem Grund hat sich die Kreiskantorin viele Gedanken um die Instrumentierung gemacht. Und diese auf Hinweis eines Bekannten verringert. „Wir haben die Anzahl der Bläser verschlankt, damit die Balance zwischen Chor und Orchester erhalten bleibt“, erläutert Sherburne. Aus diesem Grund werden jeweils nur eine Posaune, Klarinette, Flöte und Trompete sowie ein Horn und ein Fagott in der Kirche zum Einsatz kommen.

Die Generalprobe findet am Freitag in Lüdenscheid in der katholischen Kirche St. Josef und Medardus statt, wo Bachs Werk bereits am Samstagabend aufgeführt wird. Wenn Sherburne das Oratorium am Sonntag dirigiert, wird es in Halver das letzte Mal sein, dass sie ein Ensemble leitet, denn im Juli 2012 will sie in den Ruhestand treten.

„Es ist sehr traurig, dass Mary Sherburne Halver nicht länger als Dirigentin erhalten bleibt“, sagte Werner Turck gestern bei der Pressekonferenz zur Veranstaltung am Sonntag. „Ihre Konzerte sind eine wunderbare Bereicherung für Halver gewesen“, so Turck weiter. Es ist allerdings nicht das letzte Konzert, das Sherburne in der Stadt im Grünen leitet. Am Pfingstsonntag wird die Kreiskantorin in der „Nacht der offenen Kirchen“ den Takt vorgegeben.

Karten sind für 18, ermäßigt für zehn Euro, im Vorverkauf beim Musikhaus Austin Lüdenscheid sowie im Kö-Shop und bei Lederstrumpf erhältlich. ▪ Sven Prillwitz

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